Effiziente Softwareentwicklung

Mit der Open-Source Web-Anwendung Scrumble weltweit im Team arbeiten

29.03.11 | Redakteur: Hendrik Härter

Effiziente Softwareentwicklung: Mit der Web-Anwendung Scrumble können Entwicklerteams weltweit an einem Projekt zusammenarbeiten
Effiziente Softwareentwicklung: Mit der Web-Anwendung Scrumble können Entwicklerteams weltweit an einem Projekt zusammenarbeiten

Von fast jedem Ort auf der Welt Software entwickeln: Im Rahmen einer Projektpräsentation haben Studenten die Open-Source-Anwendung Scrumble für die effiziente Softwareentwicklung vorgestellt. Mit dem Tool können Entwickler von verschiedenen Orten arbeiten und Software professionell gestalten.

Studenten des Nürnberger Masterstudiengangs „Software Engineering und Informationstechnik“ bieten zusammen mit dem Weiterbildungsspezialisten Verbund IQ das Web-Tool „Scrumble“ an.

Das Programm steht als Web-Anwendung zur Verfügung und ist daher weltweit sofort einsetzbar. „Bei der Softwareentwicklung ist die örtliche Distanz oft das größte Problem“, kommentiert Jürgen Andert, Auftraggeber des „Scrumble“-Projekts an der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule, die Entwicklung des Software-Tools.

Entwicklerteam arbeitet in Eigenregie

Vor allem, so Andert, wenn die Entwickler die sogenannte „Scrum“-Methode einsetzen. Dabei handelt es sich um eine hocheffiziente agile Projektmanagement-Methode zur Professionalisierung der Softwareentwicklung, bei der das Entwicklerteam seine Arbeit in Eigenregie organisiert. Auf diese Weise kann das Team flexibel auf Änderungswünsche eines Kunden reagieren und der Kunde ist zufriedener, weil er regelmäßig Teilergebnisse sieht.

Arbeitet das Entwicklerteam jedoch an verschiedenen Orten, wie meist üblich, ist der Einsatz von „Scrum“ in Frage gestellt, weil die für „Scrum“ typischen Arbeitstechniken, wie beispielsweise Pinnwand mit Kärtchen oder persönliche Kurzbesprechungen, nicht anwendbar sind.

Scrumble funktioniert wie eine Pinnwand

Mit „Scrumble“ allerdings können räumlich verteilte Entwicklerteams trotzdem nach der „Scrum“-Methode arbeiten und sich bei höchstmöglicher Effizienz entsprechend organisieren. Die Funktionsweise und Vorteile des Softwaretools haben dessen Entwickler – ein Projektteam des Masterstudiengangs „Software Engineering und Informationstechnik“ – nun der Öffentlichkeit präsentiert.

„Scrumble“ funktioniert im Prinzip wie eine Pinnwand. Verschiedene Such-, Filter- und Zoom-Funktionen erleichtern dabei die Übersicht. Die Mitglieder des Entwicklerteams können den Aufwand für eine Aufgabe einschätzen, die anstehenden Aufgaben priorisieren und zuordnen und den jeweiligen Status der Bearbeitung dokumentieren. Eine Grafik zeigt an, inwieweit die erbrachten Leistungen des Teams der Planung entsprechen. Auf diese Weise kann das Entwicklerteam schnell auf Unerwartetes reagieren.

Transparenz und Kommunikation sind unerlässlich

„Mit ‚Scrum‘ lässt sich Software effizienter gestalten“, sagt Christian Haunsberger, einer der Mitglieder des „Scrumble“-Projektteams. Andererseits, so der 27-jährige Anwendungsentwickler, seien Transparenz und Kommunikation im Projektgeschäft unerlässlich. „Momentan gibt es auf dem Markt kein vergleichbares Tool, das die Verwaltung und Transparenz eines ‚Scrum‘-Projektes für verteilte Teams in dieser Qualität bietet“, sagte Haunsberger, der im Rahmen des Projekts u.a. als Schnittstelle zwischen Team und Auftraggeber fungierte.

Auch Holger Oettl, ebenfalls Mitglied des „Scrumble“-Projektteams, betonte während der Projektpräsentation die guten Marktchancen von „Scrumble“ wegen seiner intuitiven Bedienerführung und der zunehmenden Popularität der „Scrum“-Methode. Denn „Fehler in der Anforderung eines Softwareprojekts können frühzeitig erkannt werden“, sagt der Developer. Dies schmerze zwar zuweilen, allerdings schaffe es auch die Voraussetzung für Motivation und Vertrauen im Team.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 26411550)

Meistgelesene Artikel

Die digitale Pappkamera von IKEA im ELEKTRONIKPRAXIS-Test

Digitalkamera KNÄPPA

Die digitale Pappkamera von IKEA im ELEKTRONIKPRAXIS-Test

09.05.12 - Als wir letzte Woche hier die digitale Pappkamera KNÄPPA von IKEA vorstellten, waren wir über die enorme Resonanz selbst überrascht. Deshalb haben wir uns ein Exemplar zukommen lassen und für unsere Leser genauer unter die Lupe genommen. lesen...

Info-Dienste für Elektronik-Professionals

Immer aktuell informiert: der EP Tagesspiegel mit aktuellen Branchen-Nachrichten der letzten 24 Stunden oder die wöchentlichen themenspezifischen Newsletter "Fachwissen für Elektronikprofis"  von elektronikpraxis.de. Jetzt kostenlos abonnieren!

Heftarchiv
ELEKTRONIKPRAXIS 10/2012

ELEKTRONIKPRAXIS 10/2012

Magneto-induktiver Sensor mit linearem Signalhub

Weitere Themen:
Bauteil-Engpässe sind bald passé
Kampf der Messtechnik-Giganten
Kamerageführte Robotik

zum ePaper

zum Heftarchiv