Modellbasiertes Design

Auf dem Weg zur rein virtuellen Simulation und Verifikation kompletter Schwermaschinen einschließlich Baustellen

08.03.2010 | Autor / Redakteur: Sameer Prabhu* / Thomas Kuther

Mit der Simulation einer kompletten Schwermaschine inclusive Baustelle lassen sich Entwicklungszeit und -kosten sparen

Bei der Entwicklung schwerer Nutzfahrzeuge wie Baustellen-Lkws, Radlader oder Bagger ist es extrem teuer, wenn Fehler erst am realen Prototypen entdeckt werden. Mit Simulationen kompletter Schwermaschinen und ihrer Einsatzorte ließe sich deshalb viel Zeit und Geld sparen.

Der Einsatz von elektronischen und elektrohydraulischen Systemen bei Schwermaschinen wird heute zum einen bestimmt durch gesetzliche Anforderungen wie die strengeren Emissionsnormen für TIER-4-Motoren in den USA oder Bestimmungen zur Schallemission. Zum anderen steigen die Anforderungen der Kunden in punkto Leistung und Produktivität der Maschinen.

Zudem ermöglicht Elektronik die Selbstdiagnose der Geräte. Durch sie lassen sich Maschinenstillstände verringern und zahlreiche Sicherheitsfunktionen wie z. B. Verriegelungen nutzen.

Kunden oder Maschinenhersteller können diese Vorteile durch die Integration individueller elektronischer Systeme nutzen. Diese Integration ebnet auch den Weg für autonome Fahrzeuge, z.B. für landwirtschaftliche Maschinen, die sich in geraden Reihen fortbewegen, ohne dass der Maschinenbediener sie steuert.

Schwere Nutzfahrzeuge arbeiten bald völlig autonom

Der nächste Schritt bringt die Integration von Maschinen verschiedener Art in ein vollkommen autonomes, standortbasiertes System, ein so genanntes „System der Systeme“. In der Zukunft wird es Fahrzeuge geben, zum Beispiel automatische Bagger, die selbständig ihre nächste Ausgrabungsstelle ermitteln, oder automatische LKWs, die ihre Ladung alleine an einen vorherbestimmten Standort zur Weiterverarbeitung transportieren. Schon im Jahr 2020 werden solche autonomen Baustellen oder Standorte ebenso weit verbreitet sein wie heute automatische Traktoren.

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