Jeffrey Immelt tritt ab

Wachablösung bei General Electric

13.06.17 | Autor / Redakteur: dpa / Franz Graser

Der designierte Vorstandschef von General Electric, John Flannery, wird Anfang August die Nachfolge des langjährigen Konzernlenkers Jeffrey Immelt antreten.
Der designierte Vorstandschef von General Electric, John Flannery, wird Anfang August die Nachfolge des langjährigen Konzernlenkers Jeffrey Immelt antreten. (Bild: GE Germany/dpa)

Gut 16 Jahre an der Spitze eines Weltkonzerns sind eher die Ausnahme. Nun geht Jeffrey Immelt, der langjährige Chef von General Electric. John Flannery, sein Nachfolger beim US-amerikanischen Siemens-Konkurrenten, kommt aus dem eigenen Haus.

Der US-Industriekonzern General Electric (GE) bekommt einen neuen Chef. John Flannery (55), der bisher das Medizintechnikgeschäft des Technologiekonzerns leitet, wird ab 1. August den Vorstandsvorsitz von Jeffrey Immelt (61) übernehmen, wie das Unternehmen am Montag in Boston mitteilte.

Immelt bleibt noch bis Ende des Jahres Chef des Verwaltungsrates, bis Flannery auch diesen Posten übernimmt. Der Wechsel an der Führungsspitze sei das Ergebnis des seit einigen Jahren verfolgten Nachfolgeplan des Konzerns, hieß es.

Immelt führte den Industrieriesen seit knapp 16 Jahren. In seine Amtszeit fiel die schwere Wirtschafts- und Finanzkrise, die GE stark belastet hatte. Nach dieser Erfahrung hatte er die weitgehende Trennung von der Finanzsparte beschlossen und vorangetrieben. Er habe das Unternehmen umgebaut und auf die Weltmärkte ausgerichtet, lobte Flannery.

Immelt stand allerdings bei Investoren insbesondere wegen der schwachen Aktienkursentwicklung der jüngeren Zeit in der Kritik. Seit Beginn des Jahres verlor das Papier von GE gut 12 Prozent an Wert. Im März hatte Immelt auf Druck von Investoren dem Konzern neue Ziele im Industriegeschäft verordnet und die Gehälter im Top-Management stärker an den Geschäftserfolg geknüpft.

Erst vor kurzem hatte Immelt den amerikanischen Präsidenten Donald Trump kritisiert. In einem Tweet zeigte sich der langjährige Konzernlenker „enttäuscht“ über Trumps angekündigten Rückzug vom Pariser Klimaschutz-Abkommen.

Sein Nachfolger Flannery begann seine Karriere bei GE im Jahr 1987. Unter seiner Führung erzielte die GE-Gesundheitssparte im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwas über 18 Milliarden Dollar. Erst im März kündigte Flannery neue Expansionsmaßnahmen für die Sparte in Deutschland an. Eine Abspaltung des Geschäfts mit anschließendem Börsengang, so wie es für die Siemens-Sparte Healthineers geplant ist, schließt er jedoch aus.

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