60 Millionen Euro versenkt

Arbeitsagentur stoppt nach Pannenserie millionenschweres IT-Projekt

16.02.17 | Autor / Redakteur: dpa / Franz Graser

Ein Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt an der Oder. Mit dem eingestellten Projekt „Robaso“ hätten alle Mitarbeiter der Agentur unter ein und derselben Overfläche Zugriff auf unterschiedliche Fachanwendungen erhalten sollen.
Ein Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt an der Oder. Mit dem eingestellten Projekt „Robaso“ hätten alle Mitarbeiter der Agentur unter ein und derselben Overfläche Zugriff auf unterschiedliche Fachanwendungen erhalten sollen. (Bild: Patrick Pleu/dpa)

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat nach einer Pannenserie ein aufwendiges IT-Projekt gestoppt. Eine 60 Millionen Euro teure Software, mit der auf einer einzigen Plattform auf 14 verschiedene Anwendungen zugegriffen werden sollte, werde nun doch nicht in den Arbeitsagenturen eingesetzt, sagte ein Sprecher der Agentur am Mittwoch.

Die rund 90 000 Mitarbeiter nutzen nun wie bisher Einzelanwendungen bei der Jobvermittlung und der Abrechnung von Geldleistungen. Das Projekt „Robaso“ (Rollenbasierte Oberflächen) hatte zum Ziel gehabt, den Mitarbeitern der Arbeitsagentur den Wechsel zwischen verschiedenen Programmen und daraus resultierende Doppeleingaben zu ersparen.

Mit der Entwicklung der Software hatte die Bundesagentur bereits 2010 begonnen. Seit 2015 wurde die IT-Plattform im Pilotensatz getestet. Der Sprecher der Bundesagentur sagte, sie Software habe sich im Testeinsatz als „nicht ausreichend flexibel“ erwiesen. Es habe sich gezeigt, das nachträgliche Änderungen, etwa die Korrektur einer Kontonummer, in dem System nicht möglich seien.

Um eine solche Angabe dennoch korrigieren zu können, habe man sämtliche Leistungs- und Vermittlungsdaten in das System neu eingegeben müssen. Da eine Behebung des Fehlers zu aufwendig und zu teuer sei, werde das System nun doch nicht in der Praxis eingesetzt. Künftig sollen solche Programme früher in den Praxistest gehen, kündigte die Bundesagentur an.

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