Unternehmensplanung

Zusammenarbeit unter Einsatz sozialer Medien spielt künftig zentrale Rolle

13.10.14 | Redakteur: Franz Graser

Hermann Stehlik, Vice President Zentraleuropa bei Epicor, spricht sich für die Verknüpfung von Unternehmensprozessen mit Daten und Wissen aus sozialen Netzen aus.
Hermann Stehlik, Vice President Zentraleuropa bei Epicor, spricht sich für die Verknüpfung von Unternehmensprozessen mit Daten und Wissen aus sozialen Netzen aus. (Bild: Epicor Software)

Die Idee, Social-Media-Techniken als integralen Teil von ERP-Systemen (ERP: Enterprise Resource Planning) zu nutzen, ist noch jung. Die damit verbundenen Vorteile für die Kundenorientierung sind aber den meisten ERP-Anwendern bereits bewusst. Das zeigt die aktuelle Epicor-ERP-Studie.

Die globale Epicor-ERP-Studie basiert auf der Befragung von insgesamt 1.509 ERP-Anwendern in Unternehmen ab 100 Mitarbeitern, davon 200 aus Deutschland. Die Mehrheit der befragten deutschen Anwender kommen aus der Fertigungsindustrie, ein Drittel aus den Bereichen Handel, Distribution und Logistik, die restlichen aus dem Dienstleistungssektor.

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Im Rahmen der Umfrage gaben 57 Prozent der befragten ERP-Anwender aus Deutschland an, dass die sogenannte Social Collaboration von ziemlich oder sehr hoher Bedeutung sein wird. Nur vier Prozent halten dies für unwichtig.

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Die Social Collaboration als Teil von ERP wird in Zukunft primär für die Kundenkommunikation im Mittelpunkt stehen. Das ist die Meinung von 54 Prozent der Befragten aus Deutschland. 48 Prozent sehen darin einen guten Weg, die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern zu verbessern, 42 Prozent erachten Social Collaboration als relevantes Werkzeug für den einfachen Austausch mit Zulieferern.

Insgesamt sagen 40 Prozent, dass es soziale Kommunikationstools vereinfachen, andere zu informieren und auf dem Laufenden zu halten. So ist es wenig überraschend, dass bereits heute knapp ein Drittel erwartet, dass ihr künftiges ERP-System Social Collaboration-Anwendungen in größerem Umfang und auf effizientere Weise zur Verfügung stellen sollte.

Der Einsatz von Social Media-Technologien innerhalb von ERP-Systemen steht exemplarisch für die grundsätzliche Anforderung, dass das Management von Wertschöpfungsketten agiler gelöst werden muss, mehr Möglichkeiten der mobilen Nutzung bieten und die Zusammenarbeit besser unterstützen muss. Dies betonen 37 Prozent der deutschen ERP-Anwender. In die gleiche Richtung geht die Forderung von 41 Prozent, dass künftige ERP-Systeme den Zugang zu Informationen einfacher gestalten sollten.

Generell gehört laut der Studie die Verbesserung der Zusammenarbeit mit Kunden, Zulieferern und Mitarbeitern für eine beschleunigte Entscheidungsfindung neben technischen Leistungskriterien zu den wichtigsten Aspekten, die bei einer ERP-Implementierung berücksichtigt werden sollen. Denn selbst innerhalb des Unternehmens unterstützen die bestehenden ERP-Systeme nach Ansicht von mehr als der Hälfte der Befragten die Zusammenarbeit nur mittelmäßig bis gar nicht.

Mehr als die Hälfte der Befragten der globalen Epicor-ERP-Studie sieht in Kollaborations-Tools auf Basis sozialer Medien einen Vorteil für das eigene Unternehmen.
Mehr als die Hälfte der Befragten der globalen Epicor-ERP-Studie sieht in Kollaborations-Tools auf Basis sozialer Medien einen Vorteil für das eigene Unternehmen. (Quelle: Epicor)

„Die aktuellen Anforderungen an ERP im Hinblick auf Social Collaboration stehen für eine neue Art der Unternehmenskultur“, sagt Hermann Stehlik, Vice President Zentraleuropa bei Epicor. „Es geht darum, systematisch Unternehmensprozesse mit Daten und Wissen aus sozialer Vernetzung zu verknüpfen. Dies muss konsequent von zentralen Managementsystemen wie ERP abgebildet und unterstützt werden, um strategische Wettbewerbsvorteile zu schaffen.“

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