Variantenreich und impedanzkontrolliert

Leiterplatten aus der Mitte Deutschlands

18.06.12 | Redakteur: Gerd Kucera

Rainer Wiedemann (links), Sven Nehrdich, JLP: „Seit über fünf Jahren fertigen wir auch impedanzkontrollierte Leiterplatten. Damit haben wir unser Leistungsangebot bei High-End-Leiterplatten erweitert.“
Rainer Wiedemann (links), Sven Nehrdich, JLP: „Seit über fünf Jahren fertigen wir auch impedanzkontrollierte Leiterplatten. Damit haben wir unser Leistungsangebot bei High-End-Leiterplatten erweitert.“

Jubiläum in Jena. Der Thüringer Leiterplattenspezialist JLP feiert sein 20-jähriges Bestehen. Die Spezialitäten: Qualität, Liefertreue und hohe Beratungskompetenz bis hin zur gemeinsamen Projektentwicklung.

Seit 1992 agiert die Jenaer Leiterplatten GmbH (JLP) als freier Leiterplatten-hersteller auf dem Markt. Die Erfahrung der ehemaligen Leiterplattenproduktion aus der Forschungsabteilung im Carl-Zeiss-Kombinat reicht sogar 38 Jahre zurück. Das auf Musterleiterplatten sowie Klein- und Mittelserien ausgerichtete Unternehmen erreicht aktuell Platz 17 in der Produktionsstatistik der deutschen Leiterplattenhersteller.

Über 600 aktive Kunden, vorrangig mittelständische Unternehmen, die Industrie-elektronik produzieren, zählt die JLP in Thüringens Technologiezentrum zu ihren Kunden. Das Geschäftsjahr 2011, das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr, schloss der Leiterplattenhersteller mit einem Umsatz von 12,3 Mio. € ab.

Hoher Variantenmix und technisch anspruchsvoll

Seit 1974 werden, in der früheren Leiterplattenproduktion der Forschungsabteilung im Carl-Zeiss-Kombinat, Leiterplatten produziert. Nach der Ausgründung der Leiterplattenfertigung in die neugegründete Jenoptik AG im Jahr 1990 übernahm 1992 der private Unternehmer Rainer Wiedemann das Unternehmen.

Vor allem Leiterplatten kleiner und mittlerer Serien mit einem hohen Variantenmix werden in Jena produziert. Das Typen- und Technologiespektrum reicht von 1 bis 24 Lagen (auch in Fein- und Feinstleiterschaltungen) über mehrlagige starr/flexible Leiterplatten bis hin zu Heatsink-Leiterplatten für LED-Anwendungen. Im Dreischichtbetrieb mit 80 Mitarbeitern werden monatlich rund 4500 m² Leiterplattenfläche produziert.

Das Hauptgeschäftsfeld liegt in der Fertigung von Musterleiterplatten sowie Klein- und Mittelserien einschließlich Eil- und Supereilaufträgen. „Bei Bedarf können einseitige Leiterplatten auch in acht Stunden durch die Fertigung laufen“, betont JLP-Geschäftsführer Sven Nehrdich, „die schlanke Unternehmensstruktur, die flexiblen Einsatzmöglichkeiten der hervorragend ausgebildeten Mitarbeiter sowie deren langjährige Erfahrung ermöglichen diese Schnelligkeit.“ Außerdem werden durch die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten und die Optimierung der innerbetrieblichen Organisation die Standardlieferzeiten kontinuierlich gesenkt. „Qualität, Liefertreue und vor allem die hohe technische Beratungskompetenz vor Ort bis hin zur gemeinsamen Projektentwicklung schätzen unsere Kunden“, weiß Nehrdich.

Ebenso gehört JLP zu den Spezialisten auf dem Gebiet der Herstellung und Messung impedanzkontrollierter Leiterplatten. Das Unternehmen fertigt schon seit über fünf Jahren impedanzkontrollierte Leiterplatten und konnte damit sein Leistungsangebot im Bereich High-End Leiterplatten erweitern.

Aktuell haben die Jenaer über 4600 m² Produktionsfläche. Durch die zusätzlich geschaffenen Lager- und Produktionsflächen wurden die Abläufe verbessert und die Kapazitäten im High-Level-Bereich optimiert.

Seit dem Beginn der Leiterplattenfertigung habe man sich am neuesten Stand der Technik orientiert. Eine der wichtigsten Investitionen im technologischen Bereich stellte auch die Anschaffung einer vollautomatischen Fotostrecke dar, die 2003 in Betrieb genommen wurde. Herzstück der Linie ist der automatische Belichter HAP 5020, seinerzeit die erste Installation in Europa, der mit kollimiertem Licht und 4-facher Ausrichtung der Leiterplatten eine Passgenauigkeit von ±5 µm erreicht.

Stets orientiert am neuesten Stand der Technik

Die erhöhte Anfrage nach Multilayern, die stetig steigenden Anforderungen hinsichtlich eng tolerierter Konturen sowie die notwendige Integrationsdichte und Miniaturisierung erfordern es, neueste Technologien zu nutzen. Dazu hat das Unternehmen weiter investiert. In den letzten zwei Jahren beispielsweise in eine neue 4-Etagen-Multilayer-Vakuumpresse, eine Hole-Plugging-Anlage, eine Laserschneidmaschine und eine Röntgen-Registrier-Maschine. So ist JLP in der Lage, unterschiedliche Materialien mit höchsten Qualitätsansprüchen Inhouse zu fertigen.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 30586940 / Strategie & Unternehmensführung)

Elektronik-News: Top informiert - täglich 14 Uhr

News und Fachwissen für die professionelle Elektronikentwicklung - incl. ausgewählte dpa-Select News

* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung und AGB einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.