Volkswirtschaft

Warum eine Krise in China Deutschland ins Mark trifft

14.01.16 | Autor / Redakteur: Martin Gornig * / Margit Kuther

Container: Eine Krise in China könnte Deutschland schwer treffen
Container: Eine Krise in China könnte Deutschland schwer treffen (Bild: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft IESM, pixelio.de)

Das Wachstum am Industriestandort Deutschland befindet sich auf hohem Niveau. Doch erhebliche Gefahrenpotenziale sind erkennbar. Ein Grund hierfür liegt in der Spezialisierung der Industrie.

Die deutsche Wirtschaft gilt als eine der erfolgreichsten in Europa. Grundlage des Erfolgs ist die Stärke der Industrie.

Die deutsche Industrie konnte ihre Wettbewerbsstellung in den letzten Jahren insbesondere durch die Ausrichtung auf relativ forschungsintensive Industrien wie Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau und Fahrzeugbau behaupten.

Die einseitige Konzentration der gegenwärtigen Investitionstätigkeit allerdings auf die Produktion von Maschinen und Autos macht die deutsche Wirtschaft extrem anfällig für exogene Schocks.

Neue Konkurrenten auf dem Weltmarkt

Im letzten Jahrzehnt sind mit den Schwellenländern neue Konkurrenten auf den Weltmarkt vorgedrungen und haben etablierte Industrieländer verdrängt. Hierzu zählt aber nicht Deutschland. Der Anteil Deutschlands an der globalen Industrieproduktion blieb auch über die Finanz- und Wirtschaftskrise hinweg weitgehend konstant.

Die 2009 verzeichneten Verluste waren temporär. Dazu hat auch die konzertierte Aktion von Unternehmen, Gewerkschaften und Politik in der Wirtschaftskrise beigetragen, die das Wissen und die Kapazitäten in den Industriebetrieben erhalten und so die anschließenden Wachstumserfolge möglich gemacht haben. Unter den großen etablierten Volkswirtschaften besitzt Deutschland heute mit knapp einem Viertel den höchsten Industrieanteil.

Gefahrenpotenziale für den Industriestandort Deutschland

Blickt man aber nach vorne, sind erhebliche Gefahrenpotenziale für den Industriestandort Deutschland erkennbar. Ein Grund hierfür liegt in der Spezialisierung der Industrie selbst, die immer weiter zunimmt und so die Anfälligkeit des deutschen Produktionsmodells mehr und mehr verstärkt.

Betrachtet man beispielsweise die Nettoinvestitionstätigkeit, sinken in Deutschland die Produktionskapazitäten in fast allen großen Industriebranchen.

Selbst in den Bereichen Chemie und Elektrotechnik, die gerade noch wesentlich zum guten Abschneiden Deutschlands beigetragen haben, wird weniger investiert als zum Erhalt der Produktionsanlagen notwendig wäre.

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