Internationalisierung und Digitalisierung

ZF steigt in die Ausbildung 4.0 ein

01.06.17 | Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Ab dem Ausbildungsjahr 2018 werden am Forschungs- und Entwicklungszentrum in Friedrichshafen erstmals vier Fachinformatiker ausgebildet, die Zahl der Elektroniker für Automatisierungstechnik steigt von sechs auf acht.
Ab dem Ausbildungsjahr 2018 werden am Forschungs- und Entwicklungszentrum in Friedrichshafen erstmals vier Fachinformatiker ausgebildet, die Zahl der Elektroniker für Automatisierungstechnik steigt von sechs auf acht. (Bild: ZF)

Datenbrillen, Roboter als Kollegen, Lerninseln mitten in den Produktionshallen: Auszubildende bei ZF werden künftig in einem technologisch und methodisch modernisierten Umfeld an ihre künftigen Aufgaben herangeführt. Dies ist das Ergebnis des konzernweiten Projekts Ausbildung 4.0.

„Die Arbeitswelt verändert sich in einem rasanten Tempo. Für die duale Ausbildung liegt darin eine große Chance, denn mit der Digitalisierung entstehen anspruchsvolle und attraktive Facharbeiterjobs“, betont Personalvorstand Jürgen Holeksa, der das Projekt in Auftrag gegeben hatte.

„Es freut mich, dass das Projekt in kurzer Zeit einen konkreten und umfassenden Maßnahmenkatalog erarbeitet hat. Damit zeigen wir einmal mehr, welch hohen Stellenwert die Ausbildung bei ZF genießt.“

Wie arbeiten Facharbeiter zukünftig? Welche Folgen werden die Internationalisierung und insbesondere die Digitalisierung haben? Und wie müssen wir Ausbildungsinhalte und -methoden anpassen? Mit diesen Fragen hatte sich ein interdisziplinär besetztes Team ein Jahr lang beschäftigt.

Eine der Antworten, die die Experten des Technologiekonzerns darauf jetzt geben, lautet: Zerspanungs- oder Industriemechaniker werden bei ZF auch in den nächsten Jahren gebraucht. Vor allem aber elektronische und IT-Berufe gewinnen an Bedeutung. Für alle wird sich das Umfeld durch die Digitalisierung innerhalb der einzelnen Arbeitsabläufe verändern.

„In einer Arbeitswelt, in der Menschen und Maschinen eng vernetzt zusammenarbeiten, wird digitale Fitness zukünftig für alle Mitarbeiter notwendig“, erklärt Stefan Haas, Ausbildungsleiter am Standort Friedrichshafen und einer der Projektleiter. Je nach Standort verändert sich damit auch das Angebot der Ausbildungsplätze.

So werden zum Beispiel am Standort Friedrichshafen ab dem Ausbildungsjahr 2018 erstmals vier Fachinformatiker ausgebildet, die Zahl der Elektroniker für Automatisierungstechnik steigt von sechs auf acht. Parallel zur Ergänzung von Ausbildungsinhalten investiert ZF auch in die technische Infrastruktur.

In Datenbrillen etwa, die für Industriemechaniker künftig mehr und mehr zum selbstverständlichen Werkzeug werden; in Tablets, die an verschiedenen ZF-Standorten schon länger in der mobilen Instandhaltung im Einsatz sind; und in Industrieroboter, an denen Elektroniker und Mechatroniker Programmiersprachen in der Praxis erproben. Und wer sich heute bei ZF bewirbt, wird womöglich noch während seiner Lehrjahre Augmented Reality kennenlernen.

Zudem dienen neu eingerichtete Lerninseln als Schnittstelle zwischen der geschützten Welt der Ausbildung und der Arbeitsrealität. Unter Live-Bedingungen, aber unter Aufsicht, arbeiten ZF-Azubis hier in Teams in unmittelbarer Nähe zur Produktion.

Um den Nachwuchs optimal an seine Aufgaben heranzuführen, werden die deutschlandweit gut 90 Ausbilder in Schulungen mit den neuen Methoden und Werkzeugen vertraut gemacht. Auch im Personalmarketing geht ZF neue Wege: Nicht nur die fortschreitende internationale Ausrichtung des Konzerns, sondern auch die zunehmende Digitalisierung stellen neue Anforderungen an die Personalakquise.

Um die besten Bewerber für Ausbildungsplätze zu gewinnen, verstärkt ZF deshalb seine Aktivitäten in den sozialen Medien. „Durch unsere moderne Ausbildung bieten wir den Fachkräften von morgen beste Zukunftsaussichten“, verspricht Johanna Stockinger von der Personal- und Organisationsentwicklung des Konzerns, ebenfalls Projektleiterin der konzernübergreifenden Projektgruppe.

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