Invent a Chip

VDE und BMBF suchen Mikrochips aus Schülerhand

26.01.17 | Redakteur: David Franz

Die Sieger von Invent a Chip 2016: Tobias Höpp und Johannes Kreutz vom Gymnasium Philippinum in Marburg entwickelten den "KeySafe", einen Mikrochip, der verhindern soll, dass sich Menschen aus ihrer Wohnung aussperren.
Die Sieger von Invent a Chip 2016: Tobias Höpp und Johannes Kreutz vom Gymnasium Philippinum in Marburg entwickelten den "KeySafe", einen Mikrochip, der verhindern soll, dass sich Menschen aus ihrer Wohnung aussperren. (Bild: VDE)

Wie sieht die sichere und umweltschonende Mobilität der Zukunft aus? Unter dem Motto "New Mobility" startet Ende Januar zum 16. Mal der bundesweite Schülerwettbewerb "Invent a Chip" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Technologieverband VDE.

Bei "Invent a Chip" entwickeln Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Mikrochip. Der Clou hinter der weltweit einmaligen VDE/BMBF-Aktion: Neben der Beantwortung von 20 Fragen rund um die "New Mobility" und die Welt der Mikrochips entwickeln Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Mikrochip. Zu schwer? Mitnichten! 2016 nahmen rund 2.600 Mädchen und Jungen am Wettbewerb teil.

Mitmachen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 13 von weiterführenden und berufsbildenden Schulen, entweder in Teams oder allein. Einsendeschluss ist der 31. März. Eine Jury bestimmt dann die zehn besten Chip-Ideen für einen Workshop Anfang Mai am Institut für Mikroelektronische Systeme an der Leibniz Universität Hannover. Dort lernen die ausgewählten Jugendlichen von den Profis die ersten Schritte im Chipdesign. Im Anschluss haben sie bis Mitte September Zeit, ihre Projekte umzusetzen. Am 23. Oktober 2017 prämieren Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Politik die Schülerinnen und Schüler mit den besten Chip-Entwürfen auf dem VDE/BMBF-Mikrosystemtechnikkongress in München.

Forschergeist bei Jugendlichen fördern

"Wir brauchen zukünftig junge Menschen, die sich mit Mikrochips auskennen. Nicht als reine Anwender. Wir geben ihnen mit "Invent a Chip" Expertenwissen zu Hardwarelösungen und den Grundlagen des Chipdesigns - zur Umsetzung ihrer eigenen Ideen", sagt Ansgar Hinz, VDE-Vorstandsvorsitzender. Und er betont: "Visionen lösen sich von herkömmlichen Denkmustern. Vor hundert Jahren wollten die Menschen laut Henry Ford "schnellere Pferde" - er gab ihnen erschwingliche Autos.

Heute warten nicht nur in der Mobilität große Herausforderungen auf uns. Wir setzen auf den Forschergeist der Jugendlichen." Für die vernetzte Mobilität von morgen spielen Mikrochips eine entscheidende Rolle. Für die Kommunikation zwischen autonomen Fahrzeugen, anderen Verkehrsteilnehmern und Infrastrukturelementen liefern zig Sensoren riesige Datenmengen, die rasend schnell unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards verarbeitet werden müssen. Hierfür werden schnelle und leistungsstarke Mikrochips gebraucht.

Auf die Schülerinnen und Schüler warten attraktive Preise

Mitmachen lohnt sich, denn die besten Teilnehmer von "Invent a Chip" erwarten attraktive Geldpreise, die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kontakte zu Industrie und Hochschulen, ein mehrtägiges Schnupperpraktikum bei Bosch im Bereich Fahrzeugentwicklung sowie die Präsentation der Projekte auf Messen. Die Schulen mit den meisten Einsendungen werden ebenfalls prämiert.

"Invent a Chip" wird in der aktuellen Wettbewerbsrunde von zahlreichen Sponsoren unterstützt: Airbus, Bosch, Cologne Chip, Globalfoundries, Infineon, Mentor Graphics, Siemens, Videantis, DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.

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