Softwarequalität

Open-Source-Sprache Python weist fast perfekte Codegüte auf

16.09.13 | Redakteur: Franz Graser

Das Logo der interpretierten Programmiersprache Python enthält eine stilisierte Pythonschlange.
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Das Logo der interpretierten Programmiersprache Python enthält eine stilisierte Pythonschlange. (Bild: Public Domain)

Der Codeabdeckungs-Spezialist Coverity hat in seinem aktuellen Scan-Projekt die Implementierung der Open-Source-Programmiersprache Python untersucht. Die Sprache weist mit einer Defektdichte von 0,005 Fehler pro 1000 Programmzeilen eine fast perfekte Codegüte auf und setzt damit neue Standards für freie Software.

Laut dem jährlichen Coverity-Scan-Report, der die Qualität und Sicherheit von Open-Source-Software analysiert, lag 2012 die durchschnittliche Defektrate bei 0,69 Fehlern pro 1.000 Zeilen Programmcode. Der industrieweite Standard für gute Softwarequalität wird mit 1,0 angegeben. Mit einer Defektdichte von .005 übertrifft Python diesen Standard deutlich und setzt so einen neuen Qualitätsmaßstab für Open-Source-Software.

Python-Software wird bereits seit mehr als 20 Jahren in zahlreichen Bereichen wie Wissenschaft und Industrie eingesetzt – Organisationen wie CERN, Google, Mozilla oder YouTube nutzen die beliebte Programmiersprache, die sich vor allem durch ihren gut lesbaren Code auszeichnet. Python zählt auch zu den ersten Projekten des Coverity Scan Services, mit dem die Open-Source-Community kritische Qualitäts-und Sicherheitsmängel im Code suchen und beheben kann.

Seit 2006 hat Python eine Defektdichte von 0,005 erreicht (oder .005 Fehler pro 1.000 Code-Zeilen) und damit alle kritischen Fehler aus der Codebasis beseitigen können. Bis heute wurden mit dem Coverity Scan Service fast 400.000 Zeilen Python-Code analysiert und 996 neue Mängel identifiziert – davon wurden bereits 860 von der Python-Community behoben.

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