Benutzerführung

Raspberry Pi Foundation haucht alten PCs und Macs neues Leben ein

23.12.16 | Redakteur: Franz Graser

Dieser Screenshot der Pixel-Oberfläche wurde auf einem PC angefertigt. Die Stiftung stellt das System auch für konventionelle PCs und Macs zur Verfügung.
Dieser Screenshot der Pixel-Oberfläche wurde auf einem PC angefertigt. Die Stiftung stellt das System auch für konventionelle PCs und Macs zur Verfügung. (Bild: Raspberry Pi Foundation)

Die Raspberry Pi Foundation hat eine Variante ihres Linux-basierten Betriebssystems zur Verfügung gestellt, die auf PCs und Macs lauffähig ist. Das System ist nicht zuletzt für ältere Computer interessant, da es vergleichsweise geringe Systemressourcen benötigt.

In einem Weblog-Eintrag schreibt Eben Upton, der Gründer der Raspberry Pi Foundation: „Es gibt eine riesengroße Anzahl von PC- und Mac-Hardware da draußen, auf denen x86-Debian prima laufen würde. Könnten wir nicht etwas für die Besitzer dieser Maschinen tun?“

Aus diesem Grund hat die Raspberry Pi-Foundation jetzt eine experimentelle Version von Debian-Linux mit der Pixel-Benutzeroberfläche für x86-Computer erstellt. Alles, was interessierte User tun müssen, ist, das Betriebssystem-Image herunterladen, es auf eine DVD brennen oder auf einen USB-Stick kopieren und damit den Rechner booten.

Wie Eben Upton weiter schreibt, sollte das System gerade auch auf älteren Rechnern funktionieren, sofern sie über mindestens 512 MB RAM verfügen. Er selbst nennt als Beispiel ein altes IBM ThinkPad X40.

Der Grund für diesen Schritt liegt auch darin, dass Schulen die Betriebssystemsoftware auf ihren PCs einsetzen können: Schüler, die zuhause einen Raspberry Pi verwenden und in der Schule an PCs arbeiten, müssen sich so nicht umgewöhnen und haben dieselbe Arbeitsumgebung zur Verfügung.

Darüber hinaus spricht Eben Upton auch von einem Lernprozess: Gerade dadurch, dass es möglich ist, die Pixel-Benutzeroberfläche parallel zu Windows oder MacOS zu benutzen, sei es für die Stiftung selbst möglich, herauszufinden, wo noch einige Schwachpunkte liegen, denn: „Wir woillen nicht nur die beste Desktop-Umgebung für den Raspberry Pi schaffen, wir wollen die beste Desktop-Umgebung überhaupt schaffen. Punktum.“

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Wenn der alte Mac keine USB-Schnittstelle hat, hat er bestimmt auch keine 86-er CPU.  lesen
posted am 03.01.2017 um 09:29 von Unregistriert

Für Fakten-Checks über Linux-Distributionen empfiehlt sich distrowach.com  lesen
posted am 31.12.2016 um 18:53 von Unregistriert

... klingt interessant. Doch mein alter PC hat weder CD-Laufwerk, noch USB. Mein alter Mac hat...  lesen
posted am 30.12.2016 um 15:02 von Unregistriert

Na ja, 512MB war vor ca. 15-20 Jahren Standard, je nachdem, in welcher Preisklassen man so...  lesen
posted am 28.12.2016 um 13:14 von roby111


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