Smartphones

Hollands Verbraucherschützer klagen gegen Samsungs Update-Politik

21.01.16 | Redakteur: Franz Graser

Auch in den Niederlanden ist Samsung der bedeutendste Hersteller von Android-Smartphones., Deshalb sind die Koreaner Zielscheibe der Verbraucherschützer.
Auch in den Niederlanden ist Samsung der bedeutendste Hersteller von Android-Smartphones., Deshalb sind die Koreaner Zielscheibe der Verbraucherschützer. (Bild: Samsung)

Die niederländische Verbraucherschutz-Organisation Consumentenbond hat Klage gegen Samsung eingereicht. Ziel ist es, den koreanischen Hersteller zu einer transparenten Update-Politik bei Smartphones zu bewegen.

Einige Hersteller von Android-Smartphones lassen ihre Kunden bereits nach relativ kurzer Zeit im Regen stehen, wenn es um die Pflege der mit dem Gerät ausgelieferten System-Software geht. Die niederländischen Verbraucherschützer der Organisation Consumentenbond wollen das ändern.

Zielscheibe des Missmuts der niederländischen Verbraucherschützer ist Samsung als bedeutendster Hersteller von Android-Smartphones. Bart Combée, Vorstand des Consumentenbond, erklärt: „Verbraucher, die ein Android-Gerät von Samsung kaufen, erhalten nur unzureichende Informationen darüber, wie lange sie Software-Updates erhalten werden. Der Consumentenbond verlangt daher, dass Samsung seine Kunden hierzu mit klaren und eindeutigen Informationen versorgt.“

Hintergrund der Forderung der Verbraucherorganisation sind Sicherheitslücken im Android-Betriebssystem. Obwohl Google als Hersteller des Android-Systems diese Lücken zwar ausbessert, werden diese Updates von den Geräteherstellern nicht immer an die Kunden weitergegeben. „Samsung liefert unzureichende Informationen über kritische Sicherheitslücken in ihren Android-Smartphones, wie zum Beispiel im Fall Stagefright“, sagt Combée: „Zuletzt verlangt der Consumentenbond, dass Samsung seine Smartphones mit Updates versorgt.“

Im Dezember hatten die Verbraucherschützer ihr Anliegen in einem Brief an Samsung formuliert. Da dies aus Sicht des Verbands zu keinem befriedigenden Ergebnis führte, geht der Consumentenbond nun vor Gericht. Samsung ist deshalb das Ziel, weil die Koreaner der unangefochtene Marktführer bei Android-Smartphones in den Niederlanden sind. Allerdings ist sich der Verband durchaus darüber im Klaren, dass auch die Update-Politik anderer Hersteller zu wünschen übrig lässt.

Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte die Organisation die Aktion „Update!“ gestartet, die von allen Smartphone-Herstellern Software-Updates sowie eine transparente Informationspolitik zu diesem Thema fordert. Nur durch Software-Updates, so die Position des Verbands, könnten Verbraucher vor Cyberkriminellen und dem Verlust persönlicher Daten geschützt werden.

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