Gemeinsames Projekt

Sicherheit im Internet der Dinge – made in Europe

28.04.15 | Redakteur: Franz Graser

Der vom Mainzer Embedded-Spezialisten Sysgo entwickelte Hypervisor PikeOS dient als Ausgangsbasis für die Verschmelzung funktionaler Sicherheit mit der IT-Security.
Der vom Mainzer Embedded-Spezialisten Sysgo entwickelte Hypervisor PikeOS dient als Ausgangsbasis für die Verschmelzung funktionaler Sicherheit mit der IT-Security. (Bild: SYSGO)

Der Embedded-Systemspezialist Sysgo und elf weitere europäische Unternehmen widmen sich im Rahmen des EU-Projektes SAFURE der Entwicklung einer Plattform für die Sicherheit von kritischen Systemen im Internet der Dinge.

Das Ziel des Projektes ist die Bereitstellung eines Frameworks, das Sicherheitsbedrohungen für die funktionale Sicherheit von vernetzten Systemen erkennt und abwendet. Eine neue Methodologie soll das gemeinsame Design von funktionaler Sicherheit und Security ermöglichen und Systemdesignern und -entwicklern die dafür notwendigen Werkzeuge an die Hand geben.

Mit SAFURE reagieren die beteiligten Partner auf Forderungen der Anwenderindustrien nach mehr Offenheit, zunehmender Kommunikation und den Einsatz von Mehrkern-Prozessoren in sicherheitskritischen vernetzten Systemen. Der Name des Projekts steht für „Safety and Security by Design“. Neben Sysgo und der Konzernmutter Thales beteiligen sich zehn weitere Unternehmen und mehrere Hochschulen an dem Vorhaben.

Dem Projekt liegt ein integraler Ansatz zugrunde. Die bisherige Trennung von IT Security und funktionaler Sicherheit soll überwunden und ganzheitlich im Design von kritischen Systemen angelegt werden. Es geht darum, Attacken zu entdecken und zu verhindern und die Performanz von IT Security und funktionaler Sicherheit zu verbessern.

Zu diesem Zweck sollen die gängigen Industriestandards der funktionalen Sicherheit erweitert und um Aspekte der IT-Sicherheit ergänzt werden. Als technische Plattform für das integrierte Sicherheits-Design kommt der von Sysgo entwickelte Hypervisor PikeOS zum Einsatz. Auf der Basis dieser Plattform sollen Demonstratoren entwickelt werden.

Für die Designer und Entwickler von Systemen im IoT bedeutet das: Sie sollen Analysemethoden, Entwicklungswerkzeuge und Funktionen erhalten, die eine ganzheitliche Betrachtung der Systemanforderungen in Bezug auf IT-Security, funktionale Sicherheit, Kommunikation und das Laufzeitverhalten von Anwendungen ermöglichen.

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