Industrie-Pi

Raspbian via virtuellem Linux auf dem Compute Modul 3 installieren

07.03.17 | Autor / Redakteur: Mark Redstone * / Margit Kuther

Compute Module 3: Leistungsfähiger Industrie-Raspberry-Pi im SODIMM-Format
Compute Module 3: Leistungsfähiger Industrie-Raspberry-Pi im SODIMM-Format (Bild: raspberrypi.org)

Dieser Beitrag zeigt die Vorteile der neuen Industrievariante Raspberry Pi Compute Modul 3 und die einer virtuellen Maschine, mit der Sie etwa wieder alte DOS-Programme oder Schadsoftware gefahrlos laufen lassen können.

Kürzlich hat die gemeinnützige Organisation Raspberry Pi Foundation eine neue, leistungsstarke Industrievariante präsentiert: das Compute Module 3 (CM3).

Das CM3 gibt es in den Varianten Standard und Lite

Das Standard-Modul hat den leistungsstarken Broadcom-SoC BCM2837 wie Raspberry Pi 3 Model B (64-Bit-Quad-Core-ARM Cortex A53-CPU 1,2 GHz mit VideoCore IV-GPU) und überzeugt durch 1 GB LPDDR2-RAM sowie 4 GB eMMC-Flashspeicher. Es ist mit dem betagten Compute Module mit Single-Core-BCM2835 und 700 MHz Takt pinkompatibel.

Im Lite-Modul wird auf den eMMC-Speicher verzichtet. Stattdessen wird die SD/eMMC-Schnittstelle an zuvor ungenutzte Steckverbinder-Stifte geroutet, sodass der Anwender seine eigene SD-Karte oder eMMC-Geräte an diese Schnittstelle anschließen kann.

Es gibt auch eine neue Version der Entwicklungs-I/O-Platine für das Compute Module, das CMIO V3. Diese verfügt über einen SD-Kartensteckplatz zur Unterstützung des ‚Lite‘-Moduls, ist ansonsten aber identisch mit der ursprünglichen CMIO-Platine.

Das Betriebssystem auf den eMMC-Speicher übertragen

Zur Nutzung der hohen Rechenleistung des Raspberry Pis (RPi) auf dem Standardmodul müssen wir das Betriebssystem auf den eMMC-Speicher übertragen. Obwohl dies auch sehr gut mit einem weiteren Raspberry Pi möglich ist, fand ich es interessant, Linux auf einer virtuellen Maschine, die auf einem Standard-Windows-10-PC läuft, zu installieren und dann mit dieser virtuellen Maschine das Compute Module zu bespielen.

Um aber das Linux zu benutzen, mit dem Raspbian-Anwender vertraut sind, entschloss ich mich, für dieses kleine Projekt mit der Linux-Distribution Debian (Raspbians Großvater) zu arbeiten.

Laden Sie die ‚Kleine Installations-Imagedatei‘ für Ihr Gerät herunter (für die meisten Anwender von 64-Bit-PCs ist das die amd64-Imagedatei), da wir diese benutzen werden.

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