Biohacking

„Tätowierte“ Fitnesstracker

26.11.15 | Redakteur: Sebastian Gerstl

Leiterplatten als temporäre Tattoos: Ein Verbund an Biosensoren, einem Mikrocontroller und einem Bluetooth-Low-Energie-Modul wird mittels leitfähiger Tinte zu einem geschlossenen System verbunden und auf die Haut geklebt.
Leiterplatten als temporäre Tattoos: Ein Verbund an Biosensoren, einem Mikrocontroller und einem Bluetooth-Low-Energie-Modul wird mittels leitfähiger Tinte zu einem geschlossenen System verbunden und auf die Haut geklebt. (Bild: Chaotic Moon / YouTube)

Wearables auf der Haut: Mit TechTats schlägt Mobil-Entwickler Chaotic Moon eine Form temporärer elektronischer Tattoos vor. Mit leitfähiger Tinte verbundene Bauteile könnten etwa zum Aufzeichnen von Gesundheitsdaten dienen.

Das von Chaotic Moon präsentierte Konzept enthält einen ATiny85-Mikrocontroller und einige LEDs, die über leitfähige Tinte mit Temperatur- und Lichtsensoren verbunden sind. Über eine BLE-Verbindung (Bluetooth Low Energy) können die über das System aufgezeichneten Daten an eine Smartphone-App übermittelt werden.

Ein solches „Tech Tattoo“ bietet gegenüber anderen Wearables den Vorteil, dass sie sich direkt an nahezu jeder beliebigen Körperstelle anbringen lassen. Diese „Biowearables“ können also auch weniger auffällig unter der Kleidung getragen werden.

Die TechTats befinden sich derzeit im Prototypenstadium. Das Designstudio Chaotic Moon, seit Sommer 2015 Teil der internationalen Marketingagentur Accenture, zeigt sich zuversichtlich, das Produkt in naher Zukunft zur Marktreife zu bringen. In einem Interview mit Technikblog Techcrunch sieht Ben Lamm, CEO von Chaotic Moon, vielfältige Möglichkeiten für den Alltagsgebrauch: neben aufklebbaren Fitnesstrackern könne man sich etwa die Technologie auch als sichere Methodik zum Bezahlen per NFC-Tattoo, zum Tracken verlorengegangener Kinder im Vergnügungspark oder für diverse militärischen Applikationen vorstellen. Eine permanente Tätowierung wäre nach einem Sprecher des Unternehmens im Übrigen zwar auch denkbar, angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich Technologien weiterentwickeln, aber wenig praktikabel.

Die Idee, Tattoos mit Elektronik zu kombinieren, ist nicht neu: Im Sommer 2014 stellten Forscher der University of California, San Diego, beispielsweise einen aufklebbaren Sensor vor, der aus Körperschweiß Strom erzeugte.

Ein Pflaster, das vor Krankheiten warnt

Medizintechnik

Ein Pflaster, das vor Krankheiten warnt

07.04.14 - Ein flexibles, dehnbares Pflaster mit integrierter Elektronik zur Gesundheitsüberwachung haben Forscher zweier US-Universitäten entwickelt. Die Besonderheit: Für die Elektronik kommen statt aufwändig gedruckter Komponenten herkömmliche SMD-Bauteile zum Einsatz. lesen

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43751761 / Sensoren)

Fachwissen abonnieren

Der begleitende Newsletter zur ELEKTRONIKPRAXIS Heftausgabe: Alle Beiträge online und übersichtlich zusammengefasst. Plus: Exklusive Onlinebeiträge aus der Elektronikentwicklung.

* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung und AGB einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

ePaper-Ausgabe kostenlos lesen

ELEKTRONIKPRAXIS 23/2016

ELEKTRONIKPRAXIS 23/2016

Prozessoren und Tools für kompakte Bildverarbeitung

Weitere Themen:

Oszillatoren für sichere Bordnetze
Redesign für Health Care

zum ePaper

zum Heftarchiv

Embedded Software Engineering

Embedded Software Engineering

Entwicklung und Zertifizierung deutlich vereinfacht

Weitere Themen:

User Experience Design und agile Methoden
IoT-Sicherheit muss auf Vertrauen basieren
So sieht zukunftsfähige Embedded- Entwicklung aus

zum ePaper

zum Heftarchiv