MEMS-Kongress

Mikrosystembranche stellt sich auf phänomenales Wachstum ein

21.03.12 | Redakteur: Franz Graser

Sieht mehrere künftige „Millionäre und Milliardäre“ in der MEMS-Branche: Karen Lightman, Managing Director, MEMS Industry Group (MEMS Industry Group)
Sieht mehrere künftige „Millionäre und Milliardäre“ in der MEMS-Branche: Karen Lightman, Managing Director, MEMS Industry Group (MEMS Industry Group)

Zum ersten Mal haben sich die Hersteller mikroelektromechanischer Systeme (MEMS) zu einem Meinungsaustausch in Europa getroffen. Die Zahlen stimmen zuversichtlich: Der Weltmarkt für MEMS wächst pro Jahr um eine Milliarde Dollar.

Karen Lightman, Managing Director der MEMS Industry Group, versprühte beim ersten europäischen MEMS Executive Congress in Zürich puren Optimismus: Bei ihrer Eröffnungsansprache zeigte sie sich davon überzeugt, dass im Publikum mehrere künftige „Millionäre und Milliardäre“ säßen, da die Nachfrage nach Mikrosystemtechnik nicht nur ungebrochen sei, sondern sogar stark zunehme: „MEMS sind inzwischen überall und machen die Welt zu einem besseren, sichereren und intelligenteren Planeten“, so ihr Eingangs-Statement.

MEMS sind ein weit gefasster Begriff. In Zürich wurde vorrangig über Sensoren wie zum Beispiel Mikrokameras, Mikrofone, Gyroskope, Beschleunigungsmesser, Temperatur- und Druckfühler diskutiert. Derartige Sensoren werden nicht nur in der Automobilindustrie, in der Medizintechnik oder der industriellen Automatisierung eingesetzt, sondern erleben auch durch den Smartphone-Boom der letzten Jahre einen ungeheuren Aufschwung.

Carmelo Papa, Executive Vice President für den Industrial and Multisegment Sector bei ST Microelectronics, demonstrierte in seiner Präsentation, dass sein Unternehmen innerhalb weniger Jahre praktisch von Null zum Marktführer bei Gyroskopen und Beschleunigungsmessern für Mobiltelefone geworden sei. Erst 2009 habe das Unternehmen damit begonnen, Gyroskope zu produzieren, 2011 lag der Marktanteil schon bei 60 Prozent, erläuterte der Manager von ST Microelectronics. Als aktuelles Beispiel nannte er die iNemo-Plattform, die auf einem Daumennagel Gyroskope, Beschleunigungsmesser und Magnetometer sowie Druck- und Temperatursensoren vereinigt. Diese Plattform habe eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel als Bidstabilisator in Kameras, bei der Mensch-Maschine-Interaktion sowie in Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Applikationen.

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