Prognose für 2017 bleibt bestehen

Gewinneinbruch bei Lichtkonzern Osram

13.02.17 | Autor / Redakteur: dpa / Benjamin Kirchbeck

Unterm Strich ging der auf die Aktionäre entfallende Gewinn dagegen von 337 Millionen Euro im Vorjahr auf 98 Millionen Euro zurück - vor allem, weil Sondererträge aus Beteiligungsverkäufen vor einem Jahr den Überschuss noch aufgepolstert hatten.
Unterm Strich ging der auf die Aktionäre entfallende Gewinn dagegen von 337 Millionen Euro im Vorjahr auf 98 Millionen Euro zurück - vor allem, weil Sondererträge aus Beteiligungsverkäufen vor einem Jahr den Überschuss noch aufgepolstert hatten. (Bild: Armin Weigl/dpa - Bildfunk)

Nach einem ordentlichen Start ins Jahr sieht Osram-Chef Berlien seine Strategie für den Lichtkonzern bestätigt. Die Prognose will er vorerst aber nicht anheben.

Der Lichtkonzern Osram ist dank guter Geschäfte mit LED-Chips und Autobeleuchtung mit einem deutlichen Umsatzplus ins Geschäftsjahr gestartet. Vorstandschef Olaf Berlien sprach von einer „soliden Basis" für den weiteren Jahresverlauf und sieht sich beim Unternehmensumbau auf dem richtigen Weg: „Unsere Strategie stimmt. Wir haben die Weichen richtig gestellt."

Die Prognose für das laufende Jahr bekräftigte er. Ohne die Lampensparte Ledvance und auf vergleichbarer Basis rechnet Osram unter anderem mit einem Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 Prozent. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten wollte Berlien den Ausblick nicht anheben - auch weil das erste Quartal in die „dunkle Zeit" falle und die Nachfrage nach Osram-Produkten in dieser Zeit stark sei.

Der Lichtkonzern hatte sein traditionelles Geschäft mit Lampen an den chinesischen LED-Spezialisten MLS verkauft. Von den insgesamt 14 Genehmigungen seien mittlerweile zwölf erteilt, so dass man zuversichtlich sei, den Abschluss noch vor dem Ende des laufenden Geschäftsjahres hinzubekommen, sagte Berlien. Im vergangenen Jahr hatte es mehrfach Spekulationen um einen möglichen Einstieg chinesischer Investoren auch bei Osram selbst gegeben.

Die frühere Mutter Siemens hält noch 17,5 Prozent an der ehemaligen Tochter, die sie 2013 über die Börse abgespalten hatte. Im November hatte Berlien Gespräche mit potenziellen Anlegern aus China bestätigt und erklärt, er halte auch eine Komplettübernahme grundsätzlich für möglich. Am Mittwoch sagte er nun: „Aktuell führe ich keine Gespräche mit chinesischen Investoren."

Über das weitere Vorgehen von Siemens wollte er nicht spekulieren: „Ich kann nichts dazu sagen, ob Investoren einsteigen oder aussteigen." Gute Chancen sieht der Osram-Chef etwa im Geschäft mit Infrarot-Chips.

Deren Einsatz habe „dramatisch zugenommen", wie auch die Technikmesse CES in Las Vegas zum Jahresbeginn gezeigt habe: Überall da, wo etwas gemessen werde - seien es nun Puls, Blutzuckergehalt oder Herzfrequenz bei Fitness-Armbändern oder der Abstand im Auto - würden nicht sichtbare Infrarot-Produkte benötigt. „Unsere Anwendungen entwickeln sich in die Bereiche Consumer, Medical, Industrie hinein", sagte Berlien.

Im ersten Quartal (31. Dezember) kletterte der Erlös aus fortgeführten Geschäften im Jahresvergleich um 5,4 Prozent auf 991 Millionen Euro. Unterm Strich ging der auf die Aktionäre entfallende Gewinn dagegen von 337 Millionen Euro im Vorjahr auf 98 Millionen Euro zurück - vor allem, weil Sondererträge aus Beteiligungsverkäufen vor einem Jahr den Überschuss noch aufgepolstert hatten.

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posted am 13.02.2017 um 09:16 von Unregistriert


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