3-D-Modell

Obama lässt sich für die Nachwelt digitalisieren

03.12.14 | Redakteur: Peter Koller

Als erstes bedeutendes Staatsoberhaupt hat sich Barack Obama für ein 3-D-Modell digitalisieren lassen.
Als erstes bedeutendes Staatsoberhaupt hat sich Barack Obama für ein 3-D-Modell digitalisieren lassen. (Smithsonian Institution)

Als vermutlich erstes bedeutendes Staatsoberhaupt hat sich US-Präsident Barack Obama digitalisieren lassen, um sein Antlitz künftigen Generationen zu erhalten.

Um die berühmte Lebendmaske von US-Präsident Abraham Lincoln zu erschaffen, musste sich dieser noch Gips ins Gesicht gießen lassen. Für das 3-D-Modell von Barack Obamas Kopf wurde deutlich moderne Technik aufgewendet. Eine von der Smithsonian Institution angeführte Arbeitsgruppe baute dazu in einem Raum des Weißen Hauses den Light Stage Face Scanner der Univerity of California auf. Er besteht aus einem Rig mit 50 programmierbaren LED-Lichtquellen sowie acht HD-Kameras.

Während der nur etwa eine Sekunden dauernden Aufnahme wurde mittels der programmierbaren LED-Lichtquellen die Richtung und die Polarität der Beleuchtung mehrfach geändert, um auf insgesamt 80 hochaufgelösten Bildern möglichst viele Details des Gesichts zu erfassen. Anschließend wurde Obama zusätzlich noch mit zwei Handheld-LED-Scannern erfasst, um auch Daten für seinen Hinterkopf und den Oberkörper zu gewinnen.

Während Lincoln noch 15 Minuten unter dem Gips ausharren und durch Strohhalme atmen musste, dauerte die Prozedur für Obama nur halb so lang und war wesentlich angenehmer.

Aus den Rohdaten wurde beim Softwarehersteller Autodesk innerhalb von 72 Stunden ein 3-D-Modell von Obamas Kopf erstellt, das aus insgesamt 15 Millionen Dreiecken besteht. Das Modell wurde schließlich an den 3-D-Druck-Spezialisten 3D Systems übermittelt und innerhalb von 42 Stunden per Selective Laser Sintering aus einem Nylon-Pulver die fast 50 Zentimeter hohe Büste des 44. US-Präsidenten erstellt. Sie ist in der Ausstellung der Smithsonian Institution zu sehen, neben nur drei anderen existierenden Lebendmasken von US-Präsidenten.

Wie man sich das Smithsonian-Museum nach Hause holen kann

3-D-Scan und -Druck

Wie man sich das Smithsonian-Museum nach Hause holen kann

14.11.13 - Die Smithsonian Institution in Washington D.C. ist einer der renommiertesten Museums-Verbünde der Welt und verwaltet mehr als 137 Millionen Objekte. Mit einem umfassenden 3-D-Programm will das Smithsonian in Zukunft einen Teil seiner Exponate als dreidimensionae digitale Modell verfügbar machen. lesen

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43107066 / LED & Optoelektronik)

Analog IC Suchtool

Digitale Ausgabe kostenlos lesen

ELEKTRONIKPRAXIS 18/2016

ELEKTRONIKPRAXIS 18/2016

Halbleiter in Nutzfahrzeugen für die Landwirtschaft

Weitere Themen:

Statistische Code-Analyse für das IoT
Checkliste POL-Wandler

zum ePaper

zum Heftarchiv

Embedded Systems Development & IoT

Embedded Systems Development & IoT

Low-Power-Embedded-Module für smarte Anwendungen

Weitere Themen:

Skylake-Nachfolger Kaby Lake
Es gibt noch Hoffnung für ETX-Nutzer

zum ePaper

zum Heftarchiv

ELEKTRONIKPRAXIS 17/2016

ELEKTRONIKPRAXIS 17/2016

Softwarebasierte Reviews mit dem PCB-Investigator

Weitere Themen:

Elektronik 4.0 für die Fertigung
Bandbreitenlimit von GigE umgehen

zum ePaper

zum Heftarchiv