Fertigung mit Laser

Für Laserspezialist LAP gibt es in Asien viel zu tun

20.08.14 | Redakteur: Hendrik Härter

Für den Laserspezialisten LAP aus Deutschland ist der asiatische Markt vielversprechend: Dr. Ralph Föhr, Leiter des Asienmarktes.
Für den Laserspezialisten LAP aus Deutschland ist der asiatische Markt vielversprechend: Dr. Ralph Föhr, Leiter des Asienmarktes. (LAP Laser)

Für die auf Laserapplikationen spezialisierte LAP Laser aus Lüneburg ist der asiatische Markt vielversprechend. Sind es die Branchen Automobil, Stahl und Luftfahrtindustrie, die auf Präzision setzen.

Präzisionslaser für den asiatischen Markt. Gerade die Automobil-, Stahl- und Luftfahrtindustrie in Asien hat gelernt und setzt auf Qualität. Das sieht auch Dr. Ralph Föhr, Leiter des Asienmarktes von LAP, einem deutschen Laserspezialisten: „Der Markt für industrielle Lasertechnologien boomt nirgends sonst auf der Welt so stark wie in asiatischen Ländern wie China, Südkorea, Taiwan, Japan und Indien. Asiatische Firmen sind neugierig, sie experimentieren gerne mit neuen Technologien.“

Um näher am Chinesischen Markt zu sein, hat LAP im Jahr 2013 das Vertriebsbüro China zu einer eigenen Niederlassung gemacht: LAP Laser Applications China Co., Ltd. Der Standort bleibt Shanghai, die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China. Neben Singapur besteht jetzt eine zweite lokale Präsenz, die mit Mitarbeitern aus dem jeweiligen Kulturkreis Vertrieb, After Sales und Service übernimmt.

Föhr sagt weiter: „Zum Aufbau der Beziehungen und des Vertrauens für eine erfolgreiche Vertriebsarbeit müssen Mitarbeiter, Agents und Distributoren die Kommunikationsarten und -wege der Märkte kennen und leben. Das ist von Deutschland aus nicht möglich.“ Insgesamt ist LAP in Asien schon über 15 Jahre erfolgreich tätig.

Laserprojektoren für die asiatische Luftfahrtindustrie

Für Föhr ist klar, dass „viele asiatische Staaten unabhängiger von der westlichen Industrie werden wollen und Wertschöpfung ins eigene Land holen. Die Chinesen beispielsweise wollen Flugzeuge nicht länger nur bei Airbus oder Boeing in Europa oder den USA kaufen, sondern sie in China selbst produzieren“.

Hier kann sich LAP Laser profitieren: Immer mehr Flugzeugteile bestehen aus Karbonfaser-Werkstoffen. Das Laser-Projektionssystem COMPOSITE PRO wurde speziell für die manuelle Produktion von CFK-Teilen optimiert. Die Arbeit mit Laserlinien ist sauberer, schneller und besser kontrollierbar als bisher genutzte Schablonen.

Laser-Messsysteme für die asiatische Stahlindustrie

Selbst in der chinesischen Stahlindustrie sieht Föhr Potenzial. „Im Jahr 2013 hat das Reich der Mitte laut Branchenverband „World Steel Association“ 48,5% der weltweit produzierten 1.607 Millionen Tonnen Stahl hergestellt. Auch Japan, Indien und Südkorea sind in den Top Ten der Stahlproduktion.“ Parallel dazu steigen in den Walzwerken die Ansprüche an die Maßhaltigkeit der gewalzten Produkte, und Fehler im Walzprozess oder am Produkt sollen möglichst erkannt werden, bevor Ausschuss produziert wird. Hier kann LAP die Erfahrung von über 250 weltweit installierten Messsystemen ausspielen.

CONTOUR CHECK Laser-Lichtschnitt-Systeme prüfen Profile mit rundem, rechteckigem, hexagonalen, L-, T-, H- oder U-Querschnitt; RDMS Systeme messen die Geometrie von Langprodukten wie Draht und Stabstahl in zwei bis 6 Achsen; STRAIGHTNESS CHECK kontrolliert die Geradheit nach dem Richten.

Und schließlich die Automobilindustrie: In Asien wächst die Nachfrage nach Reifen“, erklärt der langjährige Asienkenner Föhr. Viele Reifenhersteller nutzen bereits den neuen SERVOLASER tireXpert von LAP. Verfahrbare Lasermodule projizieren farbige Laserlinien in Rot, Grün oder Blau als Anlegehilfe für die Werker an Reifenaufbaumaschinen. Bei automatisierter Fertigung dienen sie zur Kontrolle der Toleranzen. Die Linienposition wird über eine standardisierte Ethernet/IP-Schnittstelle von einer SPS geliefert.

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