Stadiontechnik

Gebäudemanagement- und Sicherheitslösungen im Maracanã

09.07.14 | Redakteur: Johann Wiesböck

(Bild: Schneider Electronic)

Das Maracanã, in dem die Nationalmanschaft am Sonntag das Finale der Fußball-WM bestreiten wird, zählt zu den intelligentesten Stadien weltweit. Und es wurde ausgerüstet mit Hightech-Equipment von Schneider Electric.

Höchste Effizienz ist nicht nur von den Fußball-Teams auf dem Weg in das WM-Finale in Brasilien gefragt. Auch das neu renovierte Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro, in dem das Finalspiel am 13. Juli stattfindet, besticht durch herausragende Energieeffizenz, Komfort und Sicherheit. Möglich ist dies dank den Gebäudemanagement- und Sicherheitslösungen von Schneider Electric, mit denen die Stadioninfrastruktur gesteuert und überwacht wird.

Die Steuerung von 3,000 Scheinwerfern und Lampen, 17 Aufzügen, 12 Rolltreppen, 292 sanitären Anlagen, 60 Bars und mehr als 500 Stromzählern und Netzschutzgeräten des Estádio Journalista Mário Filho – besser bekannt als Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro – erfolgt an einem einzigen Ort, nämlich im Überwachungs- und Kontrollraum.

Neben dem Echtzeit-Monitoring des Stromverbrauchs im Stadion werden dort auch weitere Bereiche gesteuert. Dazu gehören unter anderem die Beleuchtung, die Belüftung, die Klimatechnik, die Generatoren, die unterbrechungsfreie Stromversorgung, die Zugangskontrolle, das Feuermeldesystem, Überwachungskamerasysteme und die Hydraulik.

Farbenspiel für Champions – dank viel Intelligenz im Stadion

Gemäß internationalen FIFA-Standards hat Schneider Electric, globaler Spezialist im Bereich Energiemanagement, zusammen mit ihren Partnern ein Automationsprojekt mit einem intelligenten Netzwerk entwickelt, das verschiedene Systeme zusammenführt und mehr als 36‘000 verschiedene Variablen berücksichtigt. „Damit gehört das Maracanã zu einem weltweit auserlesenen Kreis von intelligenten Stadien, die über eine technische Architektur verfügen, die ein Echtzeit-Monitoring verschiedenster Daten ermöglicht und so den Entscheidungs- und Steuerungsprozess beschleunigt und effizienter gestaltet“, sagt João Carro Aderaldo, Vizepräsident Partner Business bei Schneider Electric Brasilien.

Stromreduktion um bis zu 36 Prozent – dank Energiemanagement

Die Stadionbeleuchtung wird durch ein DMX- und KNX-basiertes System gesteuert. Neben der Integration ins Energiemanagementsystem sind damit auch vorprogrammierte Beleuchtungskombinationen möglich, zum Beispiel das Spiel mit Farben oder verschiedenen Szenen. Auch Fehlermeldungen werden in Echtzeit verarbeitet, indem die aktuellen Werte für jeden Standort angezeigt werden und Warnmeldungen erscheinen, sobald kritische Werte überschritten sind. Im gesamten Stadion wurden über 300 Kontrollpanels angebracht.

Neben der einfachen Integration aller Systeme und Prozesse lassen sich mit diesem Energiemanagementsystem Stromeinsparungen von bis zu 36 Prozent erzielen. Auch das Wassermanagementsystem des Stadions ist integriert und so konzipiert, dass es den Wasserverbrauch der sanitären Anlagen je nach Bedarf steuert und verringert.

Sicherheitssystem meldet verdächtige Aktivitäten automatisch

Schneider Electric hat das Stadion zudem mit seinem Sicherheitssystem ausgestattet, das aus HD-Kameras, einer intelligenten Überwachung und einem Bildspeichersystem besteht. Dieses integrierte System bietet eine gemeinsame Benutzeroberfläche für Monitoring und Steuerung, etwa bei der Anpassung von Bereichs- und Zugangskontrollen. Die Knochenarbeit verrichtet dabei das Bildspeichersystem: Die Überwachungsdaten werden analysiert und automatisch gekennzeichnet. Falls verdächtige Aktivitäten auftreten, werden die zuständigen Personen sofort alarmiert.

Dank dynamischen Daten in Echtzeit können Vorfälle rasch erkannt und adressiert werden. Dies führt zu einer Erhöhung der Sicherheit im Stadion. Schneider Electric ist auch der Technologiepartner für die elektrische Energieverteilung im Stadion. Dazu gehören Transformatoren und Leistungsschutzschalter in der Mittelspannung, gepanzerte Leitungen, Verteiler- und Schaltanlagen sowie die Ausrüstung diverser Bereiche mit Elektroinstallation in der Niederspannung.

Ein anerkannter Spezialist für Sportarenen

Schneider Electric verfügt über jahrzehntelange Erfahrung bei großen Infrastrukturprojekten und war bereits bei den Olympischen Winterspielen von Grenoble (1968) im Sportbereich tätig; später auch in Albertville (1992) sowie Atlanta (1996). Zudem war Schneider Electric bei der Renovierung des Estádio da Luz in Portugal beteiligt, in dem das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft 2004 ausgetragen wurde.

Das Stade de France, in dem das Eröffnungsspiel und das Endspiel der Weltmeisterschaft 1998 stattfanden, sowie einige Stadien der Fußball-WM 2010 in Südafrika wurden ebenfalls von Schneider Electric mit Energieverteilungs- und -steuerungssystemen ausgestattet.

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