Organische Leuchtdioden

Osram entwickelt "leuchtende Glasscheiben" bald in Serie

20.12.12 | Redakteur: Hendrik Härter

Designerleuchte aus transparenten OLEDs: Ab 2014 will Osram die Industriealisierungsreifer erreichen
Designerleuchte aus transparenten OLEDs: Ab 2014 will Osram die Industriealisierungsreifer erreichen (Foto: Osram)

Ab 2014 will Osram transparente OLEDs in Serie produzieren können. Die entwickelten OLEDs bieten eine Effizienz von 20 lm/W.

Eine Designerleuchte aus transparenten OLEDs. Osram präsentiert mit „Rollercoaster“ erstmals eine Designerleuchte, in der industrialisierungsreife transparente OLED zum Einsatz kommen. Ab 2014 sollen die „leuchtenden Glasscheiben“ dann in Serie gehen. Organische Leuchtdioden gelten zukünftig als erste Wahl bei der Gestaltung transparenter Lichtdesigns.

Die Leuchte, die ausgeschaltet aussieht wie eine Skulptur aus Glas und Metall, wird eingeschaltet zu einem leuchtenden Designelement, das aufgrund der so genannten Möbius-Form an eine Achterbahn oder auf Englisch Rollercoaster. Entstanden sind die darin eingesetzten 30 Flächenlichtquellen im Rahmen des Forschungsprojektes TOPAS2012, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde. Sie haben jeweils eine Leuchtfläche von 18 cm x 6,5 cm.

Industrielle Serienfertigung von transparenten OLEDs

Für transparente OLEDs dieser Größe wurden dabei erstmals eine Effizienz von 20 lm/W bei einer Transmission von 57% erreicht. Als nächster Schritt für transparente OLEDs ist die industrielle Serienfertigung anvisiert, die nach Aussage von Ulrich Eisele, der bei Osram den Bereich OLED verantwortet, im Jahr 2014 in Angriff genommen werden kann. Die OLED enthalten keine sichtbaren Leiterbahnen und bieten eine sichere Verkapselung – bislang ein großes Manko transparenter OLED.

Neu ist die Möglichkeit, bei den nach zwei Seiten strahlenden transparenten OLEDs eine bevorzugte Abstrahlseite zu definieren: In der einen Richtung hat das Licht nur dekorative Funktion, weil es schwächer ist. In der anderen kann man es funktional, also zur Beleuchtung nutzen. So vereint die hier verwendete OLED die lichttechnischen Vorzüge von direkter und indirekter Beleuchtung. Entwickelt wurden Panels und Leuchte am Osram-Standort in Regensburg. Ein Grund, warum 2014 die Serienreifer erreicht werden soll ist die Skalierung auf fertigungstaugliche Prozesse und Substratgrößen. Dabei werden Glassubstrate von Saint-Gobain eingesetzt, die auf der neuartigen, so genannten Silverduct-Technologie basieren. Zu früheren Prozessen eine kostengünstigere Herstellung.

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