Messtechnik

Rigol präsentiert eigenen Chipsatz und neue Oszilloskop-Architektur

14.07.17 | Redakteur: Hendrik Härter

Der Phoenix-Chipsatz umfasst drei Chips. Mit dem analogen Front-End-Chip sind Bandbreiten bis 4 GHz möglich.
Der Phoenix-Chipsatz umfasst drei Chips. Mit dem analogen Front-End-Chip sind Bandbreiten bis 4 GHz möglich. (Bild: Rigol)

Ein analoger Front-End-Chip für Bandbreiten bis 4 GHz sowie einen Signal-Processing-Chip für 10 GS/s hat Rigol jetzt vorgestellt. Mit seiner Eigenentwicklung sagt das chinesische Unternehmen den Kampf bei Hochleistungs-Oszilloskopen an.

Mit der Ankündigung des Phoenix-Oszilloskop-Chipsatzes und der Ultravision-II-Oszilloskop-Architektur setzt der Messgeräte-Spezialist Rigol Technologies einen weiteren Meilenstein in seiner 19-jährigen Geschichte der Test- und Messinstrumente-Entwicklung.

Der Phoenix-Chipsatz umfasst drei Chips, die jeweils nach Sternen des Sternbilds Phönix benannt sind. Der analoge Front-End-Chip mit der Bezeichnung „Beta Phoenicis“ ermöglicht eine Front-End-Bandbreite von bis zu 4 GHz und integriert alle Funktionen, wie sie digitale Oszilloskop-Analogmodule benötigen. Dazu gehört auch das 1-MOhm-Kanaleingangsdämpfungsglied für schnell realisierbare und rauscharme Signalerfassung.

Marktposition der Oszilloskope stärken

Zusätzlich zum analogen Front-End-Chip präsentiert Rigol den Signal-Processing-Chip mit der Bezeichnung „Ankaa“, der die Datenerfassung mit 10 GS/s unterstützt, sowie den Probe-Amplifier-Chip mit der Bezeichnung „Gamma Phoenicis“, der Differentialtastköpfe bis zu 6 GHz unterstützt. Diese ASIC-Bausteine sind komplette Eigenentwicklungen und basieren auf den Kompetenzen von Rigol.

Mit dem Phoenix-Chipsatz ist es Rigol möglich, die Leistungsfähigkeit seiner Oszilloskope mit der neuen UltraVision-II-Architektur zu erhöhen. Damit verfügen die Messgeräte über deutlich schnellere Signalerfassungsraten, neue Filter- und Trigger-Funktionen und großen Speichertiefen sowie verbesserte Suchfunktionen. Zusammen mit der Hardware und den neu entwickelten Chipsatz will Rigol die Marktposition seiner Oszilloskope mit Bandbreiten von 1 bis 4 GHz weiter stärken.

Während der Vorstellung des Chipsatzes im chinesischen Suzhou zeigte Rigol einen Oszilloskop-Prototypen mit Phoenix-Chips und der Ultravision-II-Architektur. Mit einer Bandbreite von 4 GHz, einer Echtzeit-Sample-Rate von 20 GS/s und eine Speichertiefe von 1 Billion Punkte zeigt dieser Prototyp, dass es bald einen neuen Player im Markt der Hochleistungs-Oszilloskope geben wird.

Die offizielle Ankündigung der ersten Produkte mit dem Phoenix-Chipsatz ist für Ende 2017 zu erwarten, wobei die ersten Auslieferungen an Kunden noch im 4. Quartal 2017 geplant sind.

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Da hat sich Agilent wohl einen Konkurrenten herangezüchtet  lesen
posted am 18.07.2017 um 19:34 von Unregistriert


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