Sensoren für die Fitness

Mit der elektronischen Matte in Bewegung bleiben

30.10.12 | Redakteur: Hendrik Härter

Mit der Sensormatte gelingt es, Kinder und Erwachsene zu mehr Bewegung zu motivieren
Mit der Sensormatte gelingt es, Kinder und Erwachsene zu mehr Bewegung zu motivieren (Foto: Fraunhofer IIS)

Auf die richtige Antwort springen: Nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit bleiben ist das Konzept, das hinter der Fitnessmatte steht. Verschiedene Sensoren werten Bewegungen aus. Dabei soll es nicht langweilig werden.

Bewegung ist für den Menschen wichtig. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit sein ist die Devise bei der Sensormatte Sopscotch, die in neun Felder unterteilt ist und auf jedem Feld mehrere Buchstaben sowie eine Zahl abgebildet sind. Zusätzlich ist die Matte per Kabel mit einem Monitor verbunden, auf dem Aufgaben aus verschiedenen Wissensgebieten erscheinen.

Um eine Aufgabe zu lösen, tippt der Nutzer in der richtigen Reihenfolge auf die Felder der Sensormatte und gibt auf diese Weise Wörter oder Zahlen ein. Die Idee zu der Matte hatte Dr. Martina Lucht, Medienwissenschaftlerin am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau, als sie auf der Straße ein aufgemaltes Himmel-und-Hölle-Spiel sah.

Sensoren werten die Bewegungen aus

Gemeinsam mit Forschern vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen haben Lucht und ihr Team die Senormatte weiterentwickelt und um ActiSENS, einen Beschleunigungssensor des Fraunhofer IIS, ergänzt. Der Sensor zeichnet alle Bewegungen auf, erfasst deren Intensität und bewertet diese anschließend. Das Modul ermittelt, ob der Nutzer die Felder nur mit dem Fuß angetippt hat oder tatsächlich gesprungen und gehüpft ist. Das entsprechende Feedback erscheint in Echtzeit in Form von fünf Balken am Monitor.

Das kleine Messgerät befindet sich in einer Box, die am Gürtel des Anwenders befestigt wird. Die Bewegungsdaten werden in Echtzeit ausgelesen und per Bluetooth an ein Endgerät, wie beispielsweise einen Fernseher, übertragen. Aber auch ein Handy kommt als Ausgabegerät in Frage. Alternativ lassen sich die Daten auf einem Flash-Speicher sichern und zu einem späteren Zeitpunkt zur Auswertung an einen PC senden.

Die Einsatzmöglichkeiten des Konzepts sind vielseitig: In Schulen etwa lassen sich Sprach- und Turnunterricht kombinieren – dies kommt nicht nur übergewichtigen oder hyperaktiven Kindern entgegen. Studien zufolge beherrscht eine wachsende Zahl von Schülern aufgrund von Bewegungsmangel selbst einfache Übungen, wie Rückwärtslaufen oder Stehen auf einem Bein, nicht mehr.

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