Marktentwicklung

Neue SMARC 2.0-Module für die smarte Industrieautomatisierung

12.12.16 | Autor / Redakteur: Dr. Dominik Reßing * / Dr. Anna-Lena Idzko

Bild 1: Das SMARC 2.0-Modul MSC SM2S-IMX6 von MSC Technologies basiert auf dem System-on-Chip i.MX6 von NXP
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Bild 1: Das SMARC 2.0-Modul MSC SM2S-IMX6 von MSC Technologies basiert auf dem System-on-Chip i.MX6 von NXP (Bild: MSC Technologies)

Zukünftige Anwendungen wie die Gebäudeautomatisierung, die Energietechnik oder das Internet of Things sorgen für ein überdurchschnittliches Wachstum des Embedded Computer-Marktes.

In diesem Jahr wird der Markt für Embedded Computer-Technologien um knapp 10 % ansteigen, so eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts IHS [1]. Besonders dominant ist der Bereich der standardisierten Computer-On-Module (COMs), die mit einem Wachstum von knapp 20 % punkten können. Für die proprietären Embedded-Modul-Lösungen wird dagegen eine deutlich geringere Steigerungsrate prognostiziert.

Die Auguren von Research and Markets erwarten für den weltweiten Embedded Computer-Markt im Zeitraum von 2015 – 2019 eine mittlere Steigerungsrate (CAGR) von 14,6 % [2]. Die treibenden Kräfte sind, so die Studie weiter, neue Anwendungen in den Bereichen Industrie, Transportation, Energietechnik, Telecom und Medizin.

Standardisierte Computer-On-Module kommen den heutigen Erwartungen zahlreicher OEM-Kunden, die komplexe innovative Produkte entwickeln wollen, entgegen: Die leistungsfähigen Module bieten eine aktuelle Standard-PC-Funktionalität und werden in unterschiedlichen Varianten mit skalierbarer Leistung angeboten.

Über einen gängigen Standardstecker wird das Modul einfach auf ein Baseboard gesteckt, auf dem alle anwendungsspezifischen Funktionen realisiert sind. COMs erlauben damit die schnelle und kostenoptimierte Entwicklung kundenspezifischer Systeme. Selbst bei niedrigen Stückzahlen sind flexible Konfigurationen und eine hohe Individualität der Embedded-Produkte möglich.

Sind die Prognosen für das starke Wachstum des COM-Marktes realistisch? Ja, auf alle Fälle, denn in den nächsten Jahren versprechen zahlreiche neue Anwendungen eine überproportionale Nachfrage. Zu den interessanten zukünftigen Märkten zählen die Gebäudeautomatisierung, die Energietechnik und vor allem das Internet of Things (IoT) bzw. Industrie 4.0.

Voraussetzungen für Industrie 4.0 sind skalierbare Low-Power-Prozessortechnologien, wartungsfreie Systemlösungen, ein durchdachtes Remote Management und intelligente Kommunikationsstrukturen. Die Embedded-Hardware muss zuverlässig im 24/7-Betrieb laufen und über ausgefeilte Sicherheitsfunktionen verfügen. Darüber hinaus sollen die eingesetzten Komponenten mehr als fünf Jahre verfügbar sein.

Die Experten des Marktforschungsinstituts IDC prognostizieren für 2020 einen weltweiten IoT-Markt von 1,7 Billionen Dollar, was einer mittleren Steigerungsrate (CAGR) von 16,9 % entspricht [3]. Zu dem Umsatz trägt ein Mix an Technologien bei, über Module und Plattformen, Connectivity-Lösungen bis zu Speicher, Server, Analyse-Software, IT Services und Security-Lösungen. IHS geht in seiner aktuellen Studie vom April 2016 von einer weltweit installierten Basis von 15,4 Milliarden IoT-Geräte im Jahr 2015 aus [1]. Im Jahr 2020 sollen 30,7 Milliarden IoT-basierende Systeme im Einsatz sein.

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