Zukunftsbarometer Mobilität

Mobilität 2030 – das Auto verliert als Statussymbol

07.01.13 | Redakteur: Margit Kuther

2030: Die fortschreitende Urbanisierung stellt neue Anforderungen an die Mobilität der Zukunft
2030: Die fortschreitende Urbanisierung stellt neue Anforderungen an die Mobilität der Zukunft ( Bild: http://www.aim-ebs.de/ )

Auch 2030 will der Einzelne individuelle Fortbewegung und Freiheit, trotz eines immer komplexeren Mobilitätsnetzes. Dies zwingt Firmen zu Mega-Kooperationen. Neue Player entstehen.

Die fortschreitende Urbanisierung stellt neue Anforderungen an die Mobilität der Zukunft. Die Bevölkerung drängt unvermindert in die Städte (rund 70% der Weltbevölkerung wird laut Schätzungen bis 2050 im Großstädten und Megacities leben).

90% des Personenverkehrs findet auf der Straße statt

Der größte Anteil der Verkehrsleistung im Landverkehr innerhalb der EU entfällt im Personenverkehr mit fast 90% immer noch auf den Verkehrsträger Straße, dabei entfallen sogar 93% der CO2-Emissionen auf den Straßenverkehr. Immerhin 79 Minuten pro Tag ist jeder Bürger im Durchschnitt unterwegs. Zudem steht jeder Bürger im Jahr 2050 rund 106 Stunden im Stau, und somit dreimal mehr als heute erwartet.

Hongkong bei Nacht: Immer mehr Menschen zieht es in die Städte
Hongkong bei Nacht: Immer mehr Menschen zieht es in die Städte ( Bild: Florentine pixelio.de )

Verkehrspolitische Diskussionen erschöpfen sich allzu oft im Gegeneinander der Verkehrsträger, die um finanzielle Mittel und politische Unterstützung kämpfen. Das Institut für Zukunftsforschung und Wissensmanagement (IFK) sowie das Automotive Institute for Management (AIM) haben daher zum zweiten Mal Experten im Rahmen einer Online-Studie befragt, um die Informationen und Einschätzungen zur Mobilität im Jahr 2030 zu verdichten.

Mobilität im Jahr 2030 ist multimodal, kooperationsgetrieben und effizient

Multimodalität ermöglicht Nutzern eine komfortable, ressourcenoptimale und umweltfreundliche Fortbewegung und ist damit die attraktivste und nachhaltigste Form der Mobilität. Verkehrsprobleme wie Staus werden minimiert, die effiziente Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen und Infrastruktur steht im Zentrum des Interesses.

Übergreifende Plattform ermöglicht koordinierte Routen- und Tarifplanung

Eine übergreifende Plattform ermöglicht die koordinierte Routen- und Tarifplanung, effiziente Angebotsauswahl, sowie integrierte und sichere Zahlungsabwicklung aus einer Hand. Multimodale Mobilität ist die wechselnde Nutzung von Verkehrsmitteln durch eine Person über einen bestimmten Zeitraum. In diesem Gesamtsystem werden Dienstleistungen für die Mobilität aller Nutzungsgruppen angeboten. Dies umfasst traditionelle Verkehrsmittel wie den motorisierten Individualverkehr (z.B. Pkw, Moped, Motorrad), den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), die Bahn, etc., aber auch (Mobilitäts-)Dienstleistungen bzw. Technologien wie Carsharing, Mitfahrgelegenheiten, Mietfahrräder, Segways, Elektrofahrzeuge.

Flexibilität statt Status ist Trumpf

Mobilität wird rationaler verstanden. Das Auto wird immer weniger als Statussymbol erlebt. Innovative Geschäftsmodelle wie Carsharing oder multimodale Plattformen (analog Mulitcity, Moovel) werden größere Bedeutung erlangen. Im urbanen Raum gehört die Zukunft dem vernetzten, jedoch weiterhin individuell organisierten öffentlichen Personentransport: die Multimodale Mobilität – die verschiedene Verkehrsmittel zur Erreichung eines Ziels nutzt – wird zunehmen und so klassische, unflexible Nahverkehre weitgehend verdrängen.

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Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 37382930) | Fotos: Florentine pixelio.de, http://www.aim-ebs.de/, Jens Zehnder, pixelio.de, Segway

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