VDE
Mikroelektronik als Schlüssel für Energieeffizienz
03.09.2010 | Redakteur: Holger Heller
Die wachsende Zahl elektronischer Geräte und IT-Anwendungen in den Haushalten lässt den Stromverbrauch steigen. Energieeffizientere Geräte und energiesparendes Verhalten können dem entgegenwirken.
Nach einer aktuellen Berechnung des VDE versprechen technologische Entwicklungen im Bereich der Consumerelektronik, IT und Haushaltsgeräte große Energiesparpotenziale. Stromeinsparungen von bis zu 40% sind bei ausgewählten Produktgruppen möglich. Vor allem der Einsatz von Mikroelektronik in Embedded-Systemen verspricht zukünftig energieeffizientere Geräte.
"Die Mikroelektronik bietet als Basistechnologie große Chancen für Energieeinsparungen", so Hans Heinz Zimmer, Vorstandsvorsitzender des VDE. Zimmer weiter: "In diesem Bereich werden wir zukünftig immense Technologiesprünge erleben."
Im Bereich Unterhaltungselektronik seien Einsparungen von bis zu 40% möglich. Bei bestimmten TV-Geräten minimieren neue Technologien wie der Einsatz von LEDs für die Hintergrundbeleuchtung der Displays den Stromverbrauch. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt.
Der Verbraucher ist gefragt
Nicht allein die Industrie und deren technologische Entwicklungen sind gefragt. Einsparpotenziale sieht der VDE auch beim Endverbraucher: Haushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verbrauchen jährlich etwa 140 TWh Strom. "Etwa 10 bis 15% weniger Stromverbrauch ist allein durch Verhaltensänderungen der Verbraucher möglich", so Zimmer.
Durch den Einsatz verbrauchsarmer Geräte ließen sich die Stand-by-Verluste um 5 bis 10 TWh pro Jahr verringern. Das macht sich im Geldbeutel bemerkbar: Wie der VDE errechnet hat, kann ein Haushalt so jährlich bis zu 300 € einsparen. //HH
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