Lieferkette

Wie vorausschauendes Supply-Chain-Management die Effizienz steigert

07.01.16 | Autor / Redakteur: Tim Kolbus * / Margit Kuther

Supply-Chain-Management: Die Produktlebenszyklen werden immer kürzer, die Lieferketten immer komplexer und störungsanfälliger.
Supply-Chain-Management: Die Produktlebenszyklen werden immer kürzer, die Lieferketten immer komplexer und störungsanfälliger. (Bild: Arrow)

Lieferketten sind komplizierte Gebilde. Sie werden umso zeitkritischer und komplexer, je mehr Störungen und Unterbrechungen vorkommen. Doch diese lassen sich minimieren.

Addiert man den globalen Trend zu kürzeren Produktlebenszyklen und die allgegenwärtigen Einfuhrbestimmungen, Zollabfertigungen und Steuern, zeigt sich eine Reihe von einzigartigen Herausforderungen, vor denen alle Händler und Lieferanten stehen. Doch mit gewissenhafter Einschätzung und sorgfältiger Vorbereitung kann man sichergehen, auf dem richtigen Weg zu sein.

Manchmal ist es nahezu schockierend, wie wenige Unternehmen umfassende Risikomanagement-Strategien anwenden, um ihre Kunden, Lieferanten und ihre eigenen Geschäfte vor Störungen in der Supply Chain zu schützen.

Eine aktuelle Studie von Deloitte Consulting brachte folgendes Bild zutage: 53% der weltweit befragten Führungskräfte sagten, dass Störungen der Supply Chain ihren Unternehmen in den letzten drei Jahren zunehmend teurer zu stehen kamen und 45% meinten, dass ihre Supply-Chain-Risikomanagementprogramme nur teilweise oder überhaupt nicht wirksam seien.

Der Stellenwert einer Risikobewertung

Arrow bewertet in regelmäßigen Abständen sein Risikoprofil und überprüft die gesamte Supply Chain. Wir möchten ganz genau wissen, wo etwaige Schwachstellen liegen, damit wir eine Störung verhindern können, bevor sie auftritt. Eine Risikobewertung kann auf den ersten Blick entmutigend klingen.

Man sollte unbedingt damit beginnen, intern nach Schwachstellen zu suchen, die man isolieren und kontrollieren kann, anstatt sich sofort auf jedes mögliche Risiko für das eigene Unternehmen zu stürzen. Sobald man intern Ordnung geschaffen hat, fällt es leichter, potenzielle externe Risiken abzuschätzen. Hier finden Sie einige grundlegende Dinge, die man bei der Bewertung der Risiken für die eigene Supply Chain berücksichtigen sollte:

Priorisierung von Gewinntreibern und kritische Infrastruktur: Arrow ist in zwei großen Geschäftszweigen tätig, Global Components und Enterprise Computing Systems. Die Anforderungen an diese Geschäfte sind überall auf der Welt anders, es macht für uns also Sinn, entsprechende Prioritäten zu setzen. Man sollte sich in Bezug auf die kritische Infrastruktur zuerst auf die Sicherung aller internen Systeme konzentrieren, welche die Einnahmen oder das Markenimage ernsthaft beeinträchtigen würden, falls Probleme auftauchen sollten.

Einführung standardisierter, skalierbarer Prozesse: Standardisierung spart nicht nur Zeit und Geld, sie kann auch dazu beitragen, Risiken zu mindern. Henry Ford wusste das, als er sich 1908 an die Serienfertigung seines Modells T wagte – und dieses grundlegende Prinzip ist auch heute noch gültig. Aus diesem Grund managen bei Arrow Spezialisten bestimmte Aspekte unseres globalen Handelsmanagements und Compliance-Programms – sie werden zu Experten für ein bestimmtes Land und für regional geltende Vorschriften, wodurch sie Mehrwert für unsere Kunden schaffen und optimal gerüstet sind, um künftige Compliance-Herausforderungen proaktiv identifizieren zu können. Die wirkungsvollsten standardisierten Prozesse sind diejenigen, die sich einfach an eine gesteigerte Nachfrage anpassen lassen.

Beobachten, abschätzen und bewerten: Die erfolgreichsten Supply-Chain-Manager prüfen und analysieren fortwährend alle möglichen Risiken, in dem Bemühen, die Stärke und Flexibilität ihrer Operationen kontinuierlich zu verbessern. Arrow fördert eine „Lean Sigma“-Kultur der kontinuierlichen, gemeinschaftlichen Prozessverbesserungen. Eine von uns vor kurzem durchgeführte „Global Logistics Olympics“-Initiative brachte uns Ideen für Kosteneinsparungen in unseren Distributionszentren im Wert von insgesamt über 500.000 US-Dollar, die von Arrow-Mitarbeitern aus aller Welt stammten.

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