Expertentipp von Sanjay Sauldie – Teil 30

7 Grundregeln für gute Inhalte auf B2B-Internetseiten

21.08.2010 | Autor / Redakteur: Sanjay Sauldie, EIMIA / Claudia Mallok

Die Inhalte einer B2B-Website müssen Besucher und Suchmaschinen gleichermaßen bedienen, informativ sein und das Fachgebiet abdecken

Ein Garant für den langfristigen Erfolg einer B2B-Website sind starke Inhalte. Auch beim Inhalt unterscheiden sich die Regeln für B2B-Unternehmen gewaltig von denen für das B2C-Geschäft. Sanjay Sauldie, Experte für strategisches Internetmarketing, nennt die 7 Grundregeln beim Erstellen guter Inhalte für eine Firmen-Website im B2B.

Die Inhalte Ihrer Firmen-Website müssen interessant und informativ sein und gleichzeitig von Ihrem Fachgebiet handeln. Interessant müssen sie zuerst für Menschen sein. Doch damit auch Suchmaschinen wie Google diese Texte „interessant“ finden, bedarf es origineller Inhalte, die nur von Ihnen kommen können. Einzigartig müssen sie sein, damit ein Besucher diese lesen will und sogar davon profitieren kann. Wenn Sie gut schreiben, werden Sie auch als eine zuverlässige Quelle für das Spezialgebiet im Internet wahrgenommen, und das bemerken Suchmaschinen wie Google.

Leider gibt es keine Abkürzung zu guten Inhalten. Gute Inhalte werden auf traditionellen Wegen erstellt, benötigen viel Recherche, Überarbeitung, Sorgfalt, eine gute Online-Präsentation im lesbaren Format (d.h. mit Absätzen und Überschriften garnierte Texte) sowie nützliche Inhalte. Es ist die Verbindung von Kreativität mit Know-How.

Auch im Inhalt stellt sich heraus: Die Regeln für B2B-Unternehmen unterscheiden sich gewaltig vom B2C. Bei Ihnen erwartet der Besucher ganz spezielle Inhalte, die nur von Ihnen als Experten kommen können. Daher werde ich hier nur die 7 wichtigsten Regeln nennen, die Sie für gute Inhalte benötigen. Selbstverständlich muss eine Inhaltskampagne sehr genau auf Ihre individuellen Herausforderungen und Branche angepaßt werden.

Grundregel 1: Schreiben Sie Ihre eigenen Inhalte

Wer außer Ihnen kennt Ihr Unternehmen besser als Sie? Wenn ich darüber mit Unternehmern in meinen Seminaren spreche, dann bin ich immer wieder erstaunt, welche Schätze an Informationen vorhanden sind, die aber fast nie den Weg auf die Website schaffen. Fangen Sie einfach an, Ihr Wissen zu strukturieren und legen Sie sich dafür auf der Website einen speziellen Bereich an, z.B. ein Lexikon, eine Linksammlung oder ein Wiki. Leser dieser Kolumne wissen, was ich meine – siehe Tipp 12.

Grundregel 2: Recherchieren Sie auch in der Vergangenheit

Wie wäre es, etwas über die Geschichte Ihrer Branche auf die Website zu bringen oder die Geschichte der Produkte, ja, auch Ihre Firmengeschichte? Menschen mögen ehrliche Erfahrungen, mögen es zu sehen, welche Erfolge und auch Niederlagen ein Unternehmen durchgemacht hat, um das zu werden, was man eine Marke bezeichnet. Je mehr Sie über Ihre Branche schreiben, desto lieber mag Google Sie!

Grundregel 3: Heuern Sie einen externen Experten an

Schauen Sie sich um: Gibt es Redakteure in Ihrem Umfeld, die für Sie gute Inhalte liefern können? Nennen Sie sogar den Redakteur auf Ihrer Website und lassen Sie ihn für spezielle Themen in Ihrem Unternehmen recherchieren. Manchmal sieht man als Interner die eigenen tollen Themen nicht, die einem Externen sofort auffallen.

Grundregel 4: Fragen Sie Kunden

Wie wäre es, wenn Sie z.B. passwortgeschützt Ihren (Fan-)Kunden erlauben, auf Ihrer Website zu publizieren? Auf der einen Seite würden Sie Ihrem Kunden die Möglichkeit geben, sein eigenes Unternehmen zu präsentieren, auf der anderen Seite würden Sie neue Inhalte bekommen, ohne dabei Zeit zu verlieren. Durch diese Beiträge gewinnt Ihre Reputation sehr. Würden Sie für jemanden schreiben, der Sie enttäuscht hat und schlecht gearbeitet hat? Sehen Sie!

Grundregel 5: Nutzen Sie spannende Bilder

Lassen Sie einen Fotografen in Ihr Unternehmen kommen. Achten Sie darauf, dass er nicht nur die Mitarbeiter verewigt, sondern auch viele Bilder rund um Ihr Unternehmen und Produkte macht. Lassen Sie ihn ruhig 100 bis 200 Bilder zusätzlich machen. Diese benutzen Sie dann in Fachbeiträgen und auf Ihrer Website. Bilder sagen mehr als 1000 Worte!

Goldene Regel 6: Wechseln Sie die Textformate

Es gibt nichts langweiligeres als reiner Fließtext. Unterbrechen Sie die Texte im Web mit guten Überschriften, in denen auch Ihre Schlüsselbegriffe vorkommen – siehe Tipp 4. Und benutzen Sie Absätze, Aufzählungen, Nummerierungen und Listen. Und machen Sie die Inhalte visuell schmackhaft.

Grundregel 7: Beobachten Sie Mitanbieter

Schauen Sie auf Mitanbieter-Websites regelmäßig an und analysieren Sie, was dort gut gemacht wird - und lernen Sie daraus! Sorgen Sie einfach dafür, daß Sie sich als Experte positionieren, denn das Internet liebt Originale! Welche Nische können Sie noch ausfüllen?

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