Social Media Marketing mit Twitter
Wie B2B-Unternehmen Twitter als strategisches PR-Instrument nutzen
03.06.2010 | Autor: Monika B. Paitl*, communications9
„Jedes Unternehmen braucht mindestens ein Standbein im Social Media, um am Meinungsbildungsprozess erfolgreich teilzunehmen – Twitter ist eine Möglichkeit“, betont Monika Paitl. Die Münchner PR-Expertin erklärt, wie Twitter funktioniert, worauf beim Twittern zu achten ist und wie sich Unternehmen mit strategischer Twitter-PR noch erfolgreicher positionieren.
„Das ist doch nur für B2C.“, Niemand unserer Zielgruppe ist dort“, „Das ist nichts für uns.“, „Wir warten noch“. Diese und ähnliche Aussagen höre ich oft in den Twitter-Workshops zu strategischer PR, die ich gebe.
Das sind heute bedenkliche Aussagen für ein Unternehmen. Twitter ist definitiv nicht nur für B2C oder Dialoge zwischen Privatmenschen geeignet. Mehr und mehr B2B-Unternehmen erkennen die Chancen von Social Media und ergreifen sie.
Mein Tipp: Wenn Ihre Zielgruppe oder ihre Marktbegleiter noch nicht twittern, seien doch Sie selbst der Vorreiter, setzen Sie den Trend für Ihre Branche! Einer muss der erste sein. Einer muss den Dialog eröffnen. Warum nicht Sie und Ihr Unternehmen? Denn, auch hier gilt: „Wer zu spät kommt, den bestraft der User“.
Weltweit nutzen 75 Mio. Menschen Twitter
Laut einer Statistik von zu Beginn 2010 hat Twitter weltweit 75 Mio. Nutzer, Tendenz steigend. Twitter hat sich seit seiner Kreation 2006 von einer Plattform, in der Menschen sich gegenseitig mitteilten, „sie würden jetzt dieses und jenes frühstücken“ zu einem ernstzunehmenden Kommunikationsinstrument entwickelt.
Twitter, eine Nutzungsform des Web 2.0, ist eine kostenfreie Internetplattform zum Publizieren von Kurznachrichten. Durch Anmeldung und Erstellen eines Internet-Accounts kann man Textnachrichten mit max. 140 Zeichen twittern (zwitschern). Diesen Tweets können andere Benutzer folgen, wodurch ein soziales Netzwerk entsteht.
Wohin die Reise mit Twitter geht, kann niemand voraussagen. Falls es in einigen Jahren nicht mehr Twitter sein sollte, kommt auf jeden Fall ein anderes Social Media Modell nach. All jene, die dann schon Erfahrungen gesammelt haben, werden umso leichter auf das neue Tool umsteigen und einen Wettbewerbsvorteil daraus generieren können. Heute braucht jedes Unternehmen mindestens ein Standbein in Social Media, um am Meinungsbildungsprozess erfolgreich teilzunehmen.
Warum Twitter für PR prädestiniert ist
Die Quintessenz der PR ist die Konsistenz und Kumulanz einer Botschaft. Twitter bietet die idealen Voraussetzungen dafür. Durch das Prinzip des Retweetens erreicht ein und dieselbe Botschaft sehr oft einen weitgestreuten Empfängerkreis.
Die Emotionen der Botschaft: Sie können auf Twitter Ihr Image personalisieren und menschlich darstellen. Niemand will Kontakt zu distanzierten, unnahbaren Unternehmen. Zu menschlichen Unternehmen schon.
Die Geschwindigkeit der Botschaft: Twitter ermöglicht Kommunikation in Echtzeit. Erinnern Sie sich an die perfekte Notlandung auf dem Hudson River? Innerhalb kürzester Zeit ging diese Botschaft um die Welt. Keine Nachrichtenagentur hätte diese Geschwindigkeit der Nachrichtenverbreitung erreichen können.
Die Unverfälschtheit der Botschaft: Durch Twitter verschwindet auch der bisher bestehende „Filter“ zwischen Sender und Zielgruppe. Die beste Pressemitteilung kann irgendwo in den Redaktionsstuben verschwinden, ohne je das Licht der Medienwelt zu erblicken. Durch Twitter haben wir PR-Leute die Möglichkeit, unsere Nachricht wann wir wollen, an wen wir wollen, wie oft wir wollen, mit genau definiertem Inhalt an unsere exakt bekannte Zielgruppe zu senden. Zugegeben, die Nachricht ist sehr kurz, doch es handelt sich wortgetreu um unser gewünschtes Statement.
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