Viele Designmöglichkeiten mit der farbvariablen OLED

| Redakteur: Hendrik Härter

Farbvariable OLED-Emittersysteme auf flexiblen Substraten erlauben es, zwischen zwei Farbkoordinaten zu wechseln und über Dimming der Einzelfarben auch Mischfarben zu erzeugen.
Farbvariable OLED-Emittersysteme auf flexiblen Substraten erlauben es, zwischen zwei Farbkoordinaten zu wechseln und über Dimming der Einzelfarben auch Mischfarben zu erzeugen. (Bild: Fraunhofer FEP)

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Fraunhofer-Inst. für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Eine farbvariable organische Leuchtdiode haben Forscher des Fraunhofer FEP entwickelt. Sie lässt sich auf ein flexibles Trägermaterial aufbringen und bietet auch weißes Licht.

Die organische LED, kurz OLED, bietet einzigartige Aspkete wie Biegbarkeit, Segmentierung, Transparenz und nahezu unbegrenzte Formgebung. Im Jahr 2015 gelang es Wissenschaftlern des Fraunhofer FEP erstmals, farbsteuerbare OLED auf starren Substraten zu prozessieren. Damit ließ sich das Anwendungsspektrum von OLED erweitern: Beispielsweise für die Integration in Fahrzeuginnenräume, in denen die Beleuchtung tageszeitabhängig steuerbar sein soll. Denkbar ist auch der Einsatz in der Ambient- oder Akzentbeleuchtung sowie in musealen Umgebungen, bei denen die Farbvariabilität nur eines Leuchtelementes Ausstellungsstücke in unterschiedlich farbigem Licht präsentieren kann.

Weißes Licht mit der OLED

Knapp zwei Jahre später ist nun der nächste große Entwicklungsschritt erreicht: Das Fraunhofer FEP bietet ab sofort die Integration farbvariabler OLED-Emittersysteme auf flexiblen Substraten an. Solche OLED-Module sind in der Lage, ihre Emissionsfarbe zwischen zwei Farbkoordinaten zu wechseln und über Dimming der Einzelfarben Mischfarben zu erzeugen. So kann bei einem blau-gelb-farbvariablen Emittersystem nicht nur zwischen den Emissionsfarben Blau und Gelb variiert werden, sondern bei gleichmäßiger Aktivierung beider Emissionsfarben sogar weißes Licht erzeugt werden.

Durch die Integration der farbvariablen OLED auf flexible Substrate rückt deren Einsatz in gebogene Oberflächen in Fahrzeuginnenräumen, wie Autodächer oder gewölbte Armaturen in greifbare Nähe. Dabei ist auch die Auswahlmöglichkeit des Substrates inzwischen breiter variierbar, OLED auf Metall- oder Kunststofffolien sind ebenso prozessierbar wie auf Dünnstglas.

Die Wissenschaftler präsentieren das neue flexible farbvariable OLED-Modul erstmals auf der ISAL (International Symposium on Automotive Lighting). Das Symposium findet unmittelbar im Anschluss an die Internationale Automobil-Ausstellung IAA statt und adressiert Lichtanwendungen im Automobil.

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