Datenschutz

So vermeiden Sie Datenverluste auf Reisen

19.08.15 | Redakteur: Franz Graser

Egal, ob am Badesee oder auf Geschäftsreise: Datenverluste oder gar der Diebstahl von Daten ist eine realistische Gefahr. Die richtige Vorbereitung mindert das Risiko.
Egal, ob am Badesee oder auf Geschäftsreise: Datenverluste oder gar der Diebstahl von Daten ist eine realistische Gefahr. Die richtige Vorbereitung mindert das Risiko. (Bild: VBM-Archiv)

Reisen bergen für die Datensicherheit besondere Herausforderungen. Denn der Verlust von Endgeräten durch Diebstahl oder Spionage kann zum Verlust geschäftskritischer Informationen führen. Die Sicherheitsexperten von msg systems haben Tipps erarbeitet, die das Risiko minimieren.

Geschäftsleute, die viel reisen, sind unterwegs zahlreichen Bedrohungen bezüglich der Datensicherheit ausgesetzt. Das gilt auch dann, wenn sie ihr Business-Smartphone oder ihren Laptop in den Urlaub mitnehmen.

Leider verfügen nicht alle Länder über so hohe Datenschutzstandards wie Deutschland. Einige sind geradezu dafür bekannt, dass sie ausländische Unternehmen gezielt auszuspionieren versuchen. Das Arbeiten in diesen Ländern erfordert deshalb besondere Sicherheitsmaßnahmen.

Laut den Experten von msg systems liegt die Hauptverantwortung für die Sicherheit der Daten beim jeweiligen Unternehmen. Der Einsatz geeigneter Techniken und Verfahren, die Etablierung adäquater Prozesse und die Sensibilisierung der Mitarbeiter können die häufigsten Risiken der Informationssicherheit reduzieren.

Ein wichtiges Kriterium ist die Datensparsamkeit. Auch wer viel reist, sollte nicht alle Daten auf seinen Endgeräten dabei haben, sondern nur das, was er oder sie für diese Reise wirklich benötigt. Im Fall eines Datenlecks ist der Schaden so begrenzt. Daten, die mit auf Reisen gehen, sollten dabei nicht exklusiv auf dem mitgeführten Gerät vorliegen, sondern auch als Kopie auf den Servern des Unternehmens.

Idealerweise kommen auf Reisen Pool-Handys und -Laptops zum Einsatz. Damit sind nicht Handys und Laptops gemeint, die man an den Swimming-Pool mitnimmt, sondern Geräte aus dem Firmenpool, auf denen sich nur die allernotwendigsten Daten befinden und die nach der Rückkehr – nach einer Überprüfung – auch wieder in den Pool zurückgehen. So lässt sich der Schaden bei Verlust oder Spionage minimieren.

Darüber hinaus kann es hilfreich sein, die interessierten Mitmenschen im gastland gar nicht erst neugierig zu machen. Unternehmen sollten Laptops deshalb grundsätzlich mit einer Sichtschutzfolie ausstatten, bevor sie an die Mitarbeiter, die auf Reisen gehen, ausgehändigt werden.

Auch die Verschlüsselung der auf dem Endgerät gespeicherten Daten ist ein gutes Mittel. Generell kommen Unternehmen aber nicht umhin, ihre Mitarbeiter ausreichend zu schulen. Sie müssen in Bezug auf verdächtige E-Mails und allzu offenherzige Gespräche mit oder in Gegenwart vermeintlich Unbeteiligter wie einem Taxifahrer sensibilisiert werden. Auch ist nicht unbedingt jeder Kollege im Zielland als vertrauenswürdig einzuschätzen.

Mit etablierten Prozessen ist bereits ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit auf Geschäftsreisen getan. Dazu gehört beispielsweise, den Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk ausschließlich über VPN zuzulassen oder nur verschlüsselte Dienste auf den Geräten zu gestatten. Ein wichtiger Prozess ist auch die routinemäßige Überprüfung der Geräte nach der Rückkehr auf Manipulation, Spyware und Ähnliches.

„Die Tricks der Datendiebe sind zum Teil sehr ausgeklügelt. Oft sind es jedoch gerade die einfachen Tricks, mit denen der meiste Schaden angerichtet wird“, erklärt Mark-W. Schmidt, Leiter msg Information Security. „Natürlich spielt auch das Verhalten des Einzelnen eine große Rolle, darum sind die Schulungen so wichtig“, so Schmidt weiter.

Eine grundsätzlich leicht paranoide Grundhaltung im Umgang mit geschäftskritischen Daten – nicht nur, aber besonders auf Reisen – ist deshalb ein guter Berater. Viele Unternehmen, die diese Einstellung nicht teilten, haben deshalb schon Schäden in Kauf nehmen müssen.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
Ganz wichtig: was man nicht mitnimmt, kann auf dieser Reise nicht verloren gehen. Vor dem Reisen...  lesen
posted am 21.08.2015 um 10:20 von Unregistriert


Mitdiskutieren

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43560922 / Kommunikation)

Elektronikpraxis täglich 14 Uhr

News und Fachwissen für die professionelle Elektronikentwicklung - incl. ausgewählte dpa-Select News

* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung und AGB einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

E-Paper kostenlos lesen

ELEKTRONIKPRAXIS 14/2016

ELEKTRONIKPRAXIS 14/2016

IoT-Kongress: Die Ideenbörse für das Internet der Dinge

Weitere Themen:

Lithium-Zellen werden kleiner
DC/DC-Wandler für Elektromotorräder

zum ePaper

zum Heftarchiv

ELEKTRONIKPRAXIS 13/2016

ELEKTRONIKPRAXIS 13/2016

Plädoyer für GaN auf Silizium in Mobilfunk-Stationen

Weitere Themen:

Near-Threshold Technologie
Lösungen für die Elektrotechnik

zum ePaper

zum Heftarchiv

ELEKTRONIKPRAXIS 12/2016

ELEKTRONIKPRAXIS 12/2016

FPGA-basierte Systeme zeitgemäß entwickeln

Weitere Themen:

Embedded-Software-Strategie
String-PV-Anlagen sicher abschalten

zum ePaper

zum Heftarchiv