Internet der Dinge

Intelligente Socken sind italienischem Investor fünf Millionen Dollar wert

26.07.14 | Redakteur: Franz Graser

Die Sensoria-Fitnesssocken sind mit einem Knöchelring ausgestattet, der über ein Bluetooth-Funkmodul verfügt.
Die Sensoria-Fitnesssocken sind mit einem Knöchelring ausgestattet, der über ein Bluetooth-Funkmodul verfügt. (Bild: Sensoria)

Der italienische Systemintegrator Reply beteiligt sich zu 20 Prozent an dem amerikanischen Internet-of-Things-Startup Sensoria. Das Startup ist auf Textilien mit eingebauter Sensortechnik spezialisiert.

Die Beteiligung an Sensoria, das in Redmond im US-Bundesstaat Washington beheimatet ist, lässt sich Reply 5 Millionen Dollar kosten. Reply will das amerikanische Startup auch beim Marketing und Vertrieb der intelligenten Gewebe unterstützen.

Sensoria stellt unter anderem Fitness-Socken her, die mit textilen Sensoren ausgestattet sind. Ein Paar dieser Hightech-Strümpfe kostet derzeit stolze 149 Dollar. Für das Geld erhält man darüber hinaus einen Knöchelring, der am Bündchen einer Socke magnetisch befestigt werden kann, sowie ein Ladegerät für den Ring.

Der Knöchelring – einer elektronischen Fußfessel nicht ganz unähnlich – ist mit einem Bluetooth-Modul ausgestattet, das die von den Sensoren ermittelten Daten an ein Smartphone überträgt. Eine Handy-Applikation wertet dann die Schrittfolge sowie die Lauftechnik aus und gibt Trainingshinweise über Audio-Ansagen.

Anders als herkömmliche Fitness-Apps geht es Sensoria nicht nur um Informationen über die gelaufene Strecke und die dabei verbrannten Kalorien. Vielmehr soll es darum gehen, den Laufstil des Anwenders zu verbessern. Durch die intelligenten Textilien soll es zum Beispiel möglich sein, die Gewichtsverteilung des Läufers beim Aufkommen auf den Boden zu ermitteln. Die Trainings-App soll dem Läufer auch dabei helfen, verletzungsträchtige Gewohnheiten abzutrainieren.

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Mario Rizzante, Chef des italienischen Systemintegrators Reply, äußert sich enthusiastisch über die Kooperation: „Wir freuen uns sehr über die enge Partnerschaft mit Sensoria, die die erste komplett offene Entwicklungsplattform für textile Elektronik erstellt haben. Zusammen können wir das Potenzial dieser Entwicklungsplattform heben und sie führenden Unternehmen zur Verfügung stellen“, heißt es in einem Kommuniqué.

„Dank unserer Technik kann jedes Kleidungsstück zu einem Gerät werden, das biometrische Daten erfasst“, erwidert Davide Vigano, der Mitbegründer und CEO von Sensoria. „Intelligente Kleidung kann professionellen Athleten, aber auch fitnessbewussten Konsumenten helfen, ihre Leistung zu steigern und ihre körperliche Verfassung in Echtzeit zu kontrollieren.“

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