Nach WannaCry

Konzerne schmieden Bündnis gegen Cyber-Kriminalität

19.05.17 | Redakteur: Sebastian Gerstl

Gemeinsam stärker geschützt: Vier führende deutsche Konzerne haben sich in der Deutschen Cyber-Sicherheitsorganisation (DSCO) zum gemeinsamen Schutz gegen Cyberkriminalität verbündet.
Gemeinsam stärker geschützt: Vier führende deutsche Konzerne haben sich in der Deutschen Cyber-Sicherheitsorganisation (DSCO) zum gemeinsamen Schutz gegen Cyberkriminalität verbündet. (Bild: gemeinfrei / CC0)

BASF, VW, Bayer und die Allianz wollen im Kampf gegen Cyber-Kriminalität ihre Kräfte bündeln. Dafür haben die vier Konzerne eine gemeinsame Gesellschaft mit den Namen Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation (DSCO) in Berlin gegründet.

Dies meldete der "Mannheimer Morgen" zuerst in seiner Freitagsausgabe. Zurzeit seien dort 60 Mitarbeiter beschäftigt, bald sollten es mindestens 150 sein.

"Es gibt keine Firma, die sich allein schützen kann", sagte ein führender BASF-Mitarbeiter aus der Datensicherheit der Zeitung.

Die Zahl der Cyberangriffe sei in den letzten Jahren massiv gestiegen. Nicht nur die Zahl an Ransomware-Attacken wie kürzlich durch WannaCry oder andere bekannt gewordene Trojaner wie GoldenEye oder Locky habe dabei deutlich zugenommen. Auch DDoS-Attacken oder andere Form von Hacks werden in zunehmendem Maße verzeichnet. Vor allem mittelständische Unternehmen seien von Cyberspionage betroffen.

DSCO-Chef Martin Wülfert betonte, die Angreifer seien hochprofessionell und arbeitsteilig organisiert. Neben dem versuchten Diebstahl von Ideen, Konstruktionsplänen oder Produktentwürfen werde auch versucht, Angebote, Preisgestaltung und Kundeninformationen abzugreifen. Dazu komme als neue Form die «digitale Erpressung». Diebe forderten dabei hohe Geldsummen von Unternehmen und drohten, gestohlene Daten zu veröffentlichen.

Zu der Frage, ob auch BASF, VW, die Allianz oder Bayer vom dem jüngsten "Wanna Cry"-Angriff betroffen waren, sagte Wülfert: "Dazu möchten wir uns nicht äußern."

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