Cyberattacken 2017

Cyberspionage ist die größte Bedrohung für Firmen

17.03.17 | Redakteur: Margit Kuther

Cyberattacken 2017: Business-Emails, IIoT und Industrieanlagen sind vermehrt im Visier der Angreifer
Cyberattacken 2017: Business-Emails, IIoT und Industrieanlagen sind vermehrt im Visier der Angreifer (Bild: Clipdealer)

Angriffe in staatlichem Auftrag und Erpressersoftware erhöhen die Risiken für kritische Infrastrukturen. Business-Emails, IIoT und Industrieanlagen vermehrt im Visier der Kriminellen.

20 % der globalen Unternehmen sehen Cyberspionage als größte Bedrohung für ihre Aktivitäten an, ein gutes Viertel (26 %) bekunden Mühe, mit der schnellen Entwicklung der Bedrohungslandschaft mitzuhalten.

Das sind einige Ergebnisse einer aktuellen Umfrage im Auftrag von Trend Micro unter 2402 IT-Entscheidern in Unternehmen in Europa und den USA.

Hinter Cyberspionage rangierten in der Umfrage als Hauptbedrohungen an zweiter Stelle gezielte Angriffe mit 17 %, gefolgt von Phishing-Attacken mit 16 %. An der Spitze der Länder, deren Unternehmen am meisten Cyberspionage fürchten, stehen Italien (36 %), Frankreich (24%), Deutschland (20%) und die Niederlande (17%). Das sind nachvollziehbare Umfrageergebnisse, wenn man bedenkt, dass in den drei letztgenannten Ländern in diesem Jahr noch Wahlen anstehen. Denn es bleibt abzuwarten, wie kommende Wahlen von elektronischen Medien beeinflusst werden – dass dies passieren wird, steht außer Frage.

Fremde Regierungen mischen sich in demokratische Prozesse

Dazu Bharat Mistry, Berater für Cybersicherheit bei Trend Micro: „Befürchtungen, fremde Regierungen könnten sich in demokratische Prozesse einmischen, haben im Zuge der Anschuldigungen zu Russlands Rolle in den US-Präsidentschaftswahlen einen sehr realen Hintergrund erhalten.

Cyberpropaganda wird öffentlich diskutiert und ist auch im Bewusstsein der Unternehmensführungen angekommen. Unsere Daten zeigen eine starke Korrelation zwischen Ländern, die sich gerade auf allgemeine Wahlen vorbereiten, und regionalen Werten zur Angst vor Cyberspionage.

Unternehmen sehen, welche Möglichkeiten Cyberkriminellen zur Verfügung stehen, und werden die Auswirkungen in ihrem Bemühen spüren, sich vor möglicherweise existenzgefährdenden Datendiebstählen und -verlusten zu schützen. Auch wenn es sich weitgehend um ganz andere Akteure handelt, erzeugt das bei ihnen doch das Bewusstsein, dass diese Möglichkeiten auch für Industriespionage genutzt werden können.“

Wachsende Unberechenbarkeit von Cyberkriminellen

Acht von zehn Ländern bezeichneten die wachsende Unberechenbarkeit der Cyberkriminellen (insgesamt 36%) als die größte Herausforderung, um sich vor Cyberbedrohungen zu schützen. Weitere 29% gaben zu, die jüngsten Bedrohungen nur ungenügend zu verstehen und gut ein Viertel (26%) hat Mühe, sich an den schnellen Wandel in der Bedrohungslandschaft und die wachsende Professionalisierung in der Cyberkriminalität anzupassen.

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posted am 17.03.2017 um 17:56 von ZwartIT_Franz


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