CeBIT 2017

Fachkräfte-Mangel und Cyber-Sicherheit bremsen Digitalisierung

20.03.17 | Autor / Redakteur: dpa / Sebastian Gerstl

Auch auf der IT-Fachmesse CeBIT sind die Schlagworte Industrie 4.0 und Digitalisierung in aller Munde. Doch die Entwicklung kommt in Deutschland eher schleppend voran. Fachverbände sehen einmal mehr den Mangel an Fachkräften, aber auch ein fehlendes Bewusstsein für Cybersecurity als die größten Hindernisse.
Auch auf der IT-Fachmesse CeBIT sind die Schlagworte Industrie 4.0 und Digitalisierung in aller Munde. Doch die Entwicklung kommt in Deutschland eher schleppend voran. Fachverbände sehen einmal mehr den Mangel an Fachkräften, aber auch ein fehlendes Bewusstsein für Cybersecurity als die größten Hindernisse. (Bild: dpa - Bildfunk)

Deutschland und Japan suchen den digitalen Schulterschluss. Zugleich klagt der deutsche Ingenieursverband über zunehmende Engpässe bei der Suche nach IT-Fachkräften. Ein weiterer Akzent bei der IT-Messe CeBIT: Cybersicherheit. Betroffene Firmen scheuen die Öffentlichkeit.

Die Digitalisierung in Deutschland wird durch einen verschärften IT-Fachkräftemangel und auch Internet-Kriminelle ausgebremst. Das wurde am ersten Tag der Technologiemesse CeBIT in Hannover deutlich, wo das diesjährige Partnerland Japan einen verstärkten digitalen Schulterschluss mit Deutschland sucht.

Der Mangel an IT-Fachkräften in Deutschland hat sich dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zufolge zugespitzt. „Im vergangenen Jahr beklagte nur etwa jeder fünfte Befragte, dass IT-Fachkräfte für große Unternehmen schlecht oder sehr schlecht verfügbar sind - nun sieht es schon fast jeder Dritte so“, sagte der zuständige VDI-Manager Dieter Westerkamp. Bei einer neuen Studie zum Thema Digitalisierung stellte sich dabei heraus, dass das Problem anders als früher neben kleinen und mittleren nun auch große Unternehmen betrifft.

Nach eigenen Berechnungen habe es 2016 insgesamt 28 800 offene Stellen für Informatiker gegeben - 23 Prozent mehr als im Schnitt des Vorjahrs. Westerkamp: „Das heißt: auf einen arbeitslos gemeldeten Informatiker kommen 3,5 offene Stellen.“ Viele befragte Experten rechneten noch mit einer Verschärfung dieses Engpasses. Damit drohe sich der Trend zu verstetigen, dass IT-Dienstleistungen in Standorte im Ausland verlagert oder aus dem Unternehmen herausgelöst werden.

Die größte Herausforderung beim digitalen Wandel besteht zudem für viele Betriebe nicht so sehr in der technologischen Beherrschbarkeit der Prozesse, sondern der Entwicklung und Umsetzung geeigneter neuer Geschäftsmodelle.

International habe Deutschland dabei einen deutlichen Nachholbedarf, warnte der VDI. Ein Risiko stellt für viele Unternehmen die Cybersicherheit dar. Mehrere Redner betonten auf der Messe, dass viele Unternehmen aus Angst vor Imageschäden nur selten über Schäden sprechen würden.

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Wenn man sich so manche Stellenanzeige durchliest. Dann fragt man sich aber auch, wer eigentlich...  lesen
posted am 23.03.2017 um 10:12 von Unregistriert


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