Produktentwicklung

Virtual Reality bietet hohes Potenzial für Industrie 4.0

19.03.17 | Redakteur: Franz Graser

Die am Darmstädter Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung entwickelte Technik ermöglicht es, komplexe Konstruktionsmodelle in der virtuellen Realität zu betrachten.
Die am Darmstädter Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung entwickelte Technik ermöglicht es, komplexe Konstruktionsmodelle in der virtuellen Realität zu betrachten. (Bild: Frqaunhofer IGD)

Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) hat ein Verfahren entwickelt, das auch große CAD-Modelle in die virtuelle Realität übertragen kann. Die Technik wird kommende Woche bei der Cebit in Hannover vorgestellt.

Noch bevor der erste Prototyp einer Maschine oder eines anderen Produkts gebaut wird, sind zahlreiche Arbeiten in der digitalen Welt notwendig. Die Ingenieure, Zulieferer und Entscheider müssen für die unterschiedlichsten Anwendungen die virtuellen 3-D-Modellen nutzen können.

3-D-Visualisierungen von CAD-Daten bergen aber Herausforderungen. Zum einen können sie sehr groß ausfallen und für ein normales oder gar mobiles Endgerät einfach nicht mehr zu bewältigen sein. Zum anderen sind gerade bei der Nutzung in Anwendungen der virtuellen Realität viele Vorarbeiten und oft auch eine Spezialsoftware notwendig.

„Diese Herausforderungen bewältigen wir mit unserer instant3Dhub-Plattform, die Teil unserer hauseigenen Plattformstrategie „Visual Computing as a Service“ ist“, erklärt Dr. Johannes Behr, Abteilungsleiter „Visual Computing System Technologies“ am Fraunhofer IGD.

„Aus dem CAD-Modell des industriellen Objekts errechnet unsere Lösung vollautomatisch ein optimiertes 3D-Modell. Über Internettechnologie werden dann nur die für den Anwender sichtbaren Teile an sein Endgerät weitergeleitet“, so Behr weiter.

Behr und sein Team ermöglichten es, extrem große 3-D-Modelle flüssig zu visualisieren. Dabei werden die eigentlichen Konstruktionsdaten nicht an den Anwender weitergegeben, was in vielen industriellen Anwendungen explizit gewünscht ist. Selbst eine Übertragung auf VR-Brillen wird so unkompliziert möglich.

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