Hannover Messe

In der Fabrik der Zukunft steht der Mensch im Fokus

11.02.16 | Redakteur: Franz Graser

Das Kongresszentrum auf dem Messegelände in Hannover: Die Industrie 4.0 wird auch auf der diesjährigen Hannover Messe ein zentrales Thema sein.
Das Kongresszentrum auf dem Messegelände in Hannover: Die Industrie 4.0 wird auch auf der diesjährigen Hannover Messe ein zentrales Thema sein. (Bild: Deutsche Messe)

Auf der diesjährigen Hannover Messe wird das Berliner Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Kommunikationstechnik (IPK) seine Lösung für die Fabrik der Zukunft vorstellen. Insbesondere soll dabei der Mittelstand berücksichtigt werden.

Unter der Fabrik der Zukunft versteht Eckard Hohwieler, der Leiter der Abteilung Produktionsmaschinen und Anlagenmanagement am IPK, „eine Produktionsorganisation ohne starre Pläne und feste Verkettungen, die das menschliche Koordinations- und Entscheidungsvermögen zu einem zentralen Bestandteil der Ablaufsteuerung macht.“

Den Forschern vom IPK geht es speziell darum, die mittelständischen Firmen mitzunehmen, bei denen Industrie 4.0 noch Vorbehalte und Vorstellungen von menschenlosen Werkhallen auslöst. „Häufig ist der Eindruck entstanden, unter den Vorzeichen von Industrie 4.0 würde die Fertigung mit leistungsfähiger IT so umfassend automatisiert, dass menschliche Beiträge hier überwiegend überflüssig werden“, sagt Hohwieler.

Im Gegenentwurf der Berliner Wissenschaftler liegt in der Fabrik 4.0 die Entscheidungsgewalt über den Fertigungsablauf beim Mitarbeiter – wobei allerdings leistungsfähige Werkzeuge seine Entscheidungsfindung unterstützen. Der Ansatz des IPK dezentralisiert die Produktionssteuerung, wobei jeder Beschäftigte Verantwortung übernimmt und so an der Flexibilisierung der Prozesse und Individualisierung der Produkte beteiligt ist.

IT-getriebene Werkzeuge sorgen dafür, dass Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen zu jeder Zeit genau die Informationen erhalten, die sie benötigen, um ihren Teil zur termingerechten Fertigstellung des Produkts beitragen zu können – vom Prozessmanagement über die Produktionsplanung bis hin zur Endmontage.

Das Szenario, das das IPK mit verschiedenen Partnerunternehmen in Halle 17 (Stand C18) präsentieren wird, zeigt am Beispiel einer Zahnradfertigung fünf verschiedene Tätigkeitsfelder. Station 1 ist das modellbasierte Industry Cockpit, das hilft, die komplexen Abläufe in Administration und Fertigung zu überblicken und sie individuell an Aufträge anzupassen.

Das Cockpit liefert jederzeit eine exakte Übersicht über die Gesamtsituation des Betriebes, über sämtliche Prozesse ebenso wie über den Zustand der Fertigungsanlagen und des Zuliefernetzes. Alle beteiligten Akteure – Werker, Schichtleiter, Vertriebsmitarbeiter und Manager – erhalten in Echtzeit aufbereitete bedarfsgerechte und anschauliche Informationen über die für sie relevanten Aspekte der Produktion.

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