Allianzen

Open Connectivity Foundation soll Ordnung ins Internet of Things bringen

25.02.16 | Redakteur: Franz Graser

Erst ein paar Tage alt und schon ein Schwergewicht: Die Open Connectivity Foundation will gemeinsame Standards und Interoperabilität zwischen den Geräten im IoT vorantreiben.
Erst ein paar Tage alt und schon ein Schwergewicht: Die Open Connectivity Foundation will gemeinsame Standards und Interoperabilität zwischen den Geräten im IoT vorantreiben. (Bild: OCF)

Im Vorfeld des Mobile World Congress in Barcelona hat sich eine Allianz zusammengeschlossen, die einheitliche Standards für das IoT definieren soll. Die Open Connectivity Foundation (OCF) ist Nachfolgerin des Open Internet Consortiums (OIC).

Die OCF führt das alte OIC sowie mit Microsoft, Qualcomm und Electrolux mehrere Schlüsselmitglieder der bis dahin konkurrierenden AllSeen Alliance zusammen. Im OIC gehörten Intel, Samsung, General Electric und Cisco zu den tonangebenden Mitgliedern.

Die Vielzahl der Allianzen und Verbünde, die sich die Standardisierung des Internets der Dinge auf die Fahnen geschrieben haben, wird allseits als Hindernis für die breitere Akzeptanz des IoT gesehen. Die Allianzen dienen natürlich für die Konzerne auch dazu, sich im Kampf im Marktanteile in dem Zukunftssegment des Internet of Things zu positionieren.

Mit Microsoft, Electrolux und Qualcomm sind nun drei wichtige Firmen, die sich bisher in der konkurrierenden AllSeen Alliance engagiert hatten, zu Nachfolger des alten OIC gewechselt; alle bisherigen OIC-Mitgliedsfirmen sind auch weiterhin in der OCF aktiv.

Nach Informationen aus Branchenkreisen sollte die Umfirmierung es den früheren AllSeen-Mitgliedern erleichtern, zu dem neuen Verbund zu wechseln. Die AllSeen-Alliance besteht allerdings zumindest vorläufig weiter; an eine Fusion der beiden Allianzen ist bisher nicht gedacht.

Die OCF hat sich das Ziel gegeben, eine gemeinsame Spezifikation für Geräte im Internet der Dinge zu definieren. Nach Informationen des Magazins CIO sollen erste Produkte, die diese Spezifikation umsetzen, noch im laufenden Jahr vorgestellt werden.

Branchenkenner glauben, dass die OCF stark genug sein dürfte, um tatsächlich weit reichende IoT-Standards durchzusetzen, da ihr Schwergewichte wie Intel, Qualcomm, Samsung, Microsoft GE Digital, Cisco und Cable Labs angehören.

Darüber hinaus gibt es eine Zusammenarbeit mit Industriepartnern wie dem Industrial Internet Consortium, Enocean, der Thread Alliance, in der Google eine wichtige Rolle spielt, sowie der europäischen Standardisierungsinitiative EEBus.

OCF und EEBus präsentieren in Barcelona einen Demonstrator, der die Interoperabilität der Geräte von OFC-Partnern und von EEBus-Mitgliedern zeigt. Der demonstrierte Anwendungsfall zeigt, wie eine Wolf-Heiztherme die Vernetzung über ein Intel Gateway zu einem Honeywell Thermostat nutzt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erzeugen.

„Die Integration von EEBus und OCF Standards bedeutet einen wichtigen Schritt in Richtung einer Konvergenz der Standardisierungs-Initiativen. Hier auf der MWC zeigen wir den ersten richtigen Use Case, der erhältliche und auf EEBus sowie OCF basierende Geräte interoperabel miteinander kombiniert“, sagt Hannes Schwaderer, Intels Director Energy, Transportation & Industrial Sectors, Europe, Middle East & Africa.

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