Intelligenter Weinberg

Das Internet der Dinge hält Einzug bei den Winzern

21.10.15 | Redakteur: Sebastian Gerstl

Intel IoT Smart Vineyard: Zusammen mit dem Nürnberger Technologieunternehmen MyOmega betreibt Intel das Pilotprojekt TracoVino, eine intelligente Lösung für umweltschonenden und effizienten Weinanbau.
Intel IoT Smart Vineyard: Zusammen mit dem Nürnberger Technologieunternehmen MyOmega betreibt Intel das Pilotprojekt TracoVino, eine intelligente Lösung für umweltschonenden und effizienten Weinanbau. (Bild: Intel)

Intel und das Nürnberger Technologieunternehmen MyOmega bringen das IoT auf den Weinberg: Das Projekt TracoVino soll dank Wetter- und Klimadaten in Echtzeit für einen optimierten Weinanbau sorgen.

Zusammen mit dem Nürnberger Technologieunternehmen MyOmega stellt Intel die Lösung TracoVino für einen effizienteren Weinanbau vor. Spezielle Sensoren erfassen exakte Klimadaten im Weinberg: neben der Temperatur werden auch Luft- und Bodenfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Lichtstärke gemessen.

Die in Echtzeit erfassten Daten lassen sich vom Winzer jederzeit per Smartphone und Tablet abrufen. So kann der Weinbauer gemäß Witterung und Bodenbeschaffenheit schneller auf mögliche Trockenheit, Überwässerung oder Schädlingsbefall reagieren. Mit der effizienten Pflege des Weinbergs versprechen die Unternehmen Winzern einen maßgeblichen Wettbewerbsvorteil.

Die Sensorplattformen wurden für niedrigen Stromverbrauch optimiert und lassen sich ortsunabhängig einsetzen. Die ersten Pilotprojekte von MyOmega starten mit zehn Sensorplattformen, deren 50 Sensoren einen durchschnittlich großen Weinbergsbetrieb detailliert abdecken.

Zur Kommunikation mit dem Controller nutzen die Plattformen das Constrained Application Protocol (CoAP). Dieses Protokoll läuft auf Endgeräten mit nur 10 Kilobyte RAM und 100 Kilobyte Speicherplatz. Als SoC kommt ein Intel Atom E3845 mit vier Prozessorkernen und einem Takt von 1,91 GHz zum Einsatz. Für die Cloudservices kommt Intels XXM 7160 LTE-Plattform zum Einsatz.

Die Lösung ist derzeit als Pilotprojekt im Einsatz, unter anderem bei Winzern, die in der Top-66-Liste der besten deutschen Jungwinzer im Handelsblatt gelistet sind. Den ersten „smarten“ Wein wird es 2016 geben.

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