Technik-Messe CES

Virtual Reality und Smart Home wollen groß auftrumpfen

05.01.16 | Redakteur: Robert Di Marcoberardino

Die VR-Brille Oculus Rift soll im Frühjahr kommen. Der Touch-Controller für Oculus Rift wird allerdings erst später verfügbar sein.
Die VR-Brille Oculus Rift soll im Frühjahr kommen. Der Touch-Controller für Oculus Rift wird allerdings erst später verfügbar sein. (Bild: Oculus)

Bei der CES in Las Vegas erwarten die Besucher nicht nur milde Temperaturen. Auch technische Highlights wie der Tesla-Konkurrent von Faraday, die Virtual-Reality-Revolution und Blu-Rays mit 4K-Auflösung lassen die Erwartungen steigen.

Anders als in den Casinos der Spielermetropole sind die Besucher auf der CES automatisch die Gewinner: Denn den einen großen Hit gibt es in diesem Jahr nicht, dazu sind die technischen Neuerungen bei Smart Home, Internet of Things, autonomem Fahren, E-Cars, HDR, UHD und Virtual Reality zu vielfältig. Wir fassen die spannendsten Ankündigungen zusammen.

Samsung nimmt das Smart Home ernst und präsentiert ein ganzes Line-Up an TV-Geräten, die zukünftig die Steuerung der Heimautomation übernehmen sollen. Alle Smart-TV-Modelle ab 2016 werden diese IoT-Konnektivität haben.

Neben Samsungs eigenen Smart-Things-Geräten soll das System auch 200 weitere kompatible Geräte steuern können. Dazu steht im TV-Menü eine eigene App zur Verfügung.

Ebenfalls von Samsung kommt der intelligente Gürtel WELT, der per Sensoren Körperwerte wie etwa Hüftumfang, Sitzzeit oder Essgewohnheiten aufzeichnet und an das Smartphone weiterleitet. Der Gürtel kommt dabei in klassischer Lederoptik und soll komfortabler als die Fitnessbänder der Konkurrenz sein.

Auch Qualcomm, Bosch und Intel werden im IoT-Bereich vertreten sein und möchten hier in Zukunft zu den führenden Anbietern zählen. Dabei stehen alle vor dem selben Problem: Die Akzeptanz von Smart-Home-Systemen bei den Verbrauchern zu steigern und Systeme zu entwickeln, die möglichst kompatibel zueinander sind.

So kommt es nicht von ungefähr, dass LG mit dem SmartThinQ-Hub nun auch eine flexible Basisstation fürs Connected Home vorstellt. Das Gerät wird mit den Protokollen Bluetooth, Z-Wave und ZigBee funktionieren. Über ein LCD-Display werden Statusmeldungen angezeigt.

Daneben erweitert LG auch sein SmartThinQ-Portfolio, darunter wird ein neuer Saugroboter zu sehen sein. Der Hom-Bot Turbo+ soll sich über eine Augmented-Reality-App steuern lassen.

An Ideen für IoT-Konzepte mangelt es zudem nicht, was auch die hohe Ausstellerdichte auf der CES zeigt: Fast 1.000 Hersteller stellen auf der Tech West ihre Smart-Home-Produkte und -Lösungen vor.

Viele davon dürften sich um die neuen Key-Player Amazon, Apple und Google scharen. So hat Amazon seinen intelligenten Lautsprecher Echo für andere Entwickler geöffnet. Der „Alexa Voice Service“ ermöglicht die einfache Integration von fast allen Geräten mit Mikrofon, Lautsprecher und Internetverbindung.

Belkin und Philips haben bereits Alexa-kompatible Produkte, viele weitere dürften in der nächsten Woche folgen. Das gleiche gilt für Apples Homekit-Standard, der die Smart-Home-Steuerung per iOS und Siri ermöglicht.

Google, die in den USA mit ihrem Nest-Thermostat schon gut aufgestellt sind, werden dagegen ihre IoT-Standards Brillo und Weave promoten. Brillo wird ein einfaches IoT-Betriebssystem, während Weave für die einheitliche Kommunikation der Geräte zuständig ist. Die beiden Android-basierten Techniken dürften viele Entwickler anlocken.

Zum ersten mal im Blickpunkt steht zudem Googles Projekt Tango. So möchte Lenovo erste Produkte mit der Technik präsentieren. Tango soll die Geräte-Positionierung bei Android-Modellen revolutionieren. Das Gerät soll dabei auch ohne GPS-Signal stets wissen, wo es sich befindet.

Dazu kommen Bewegungssensoren, eine Tiefenwahrnehmung und eine automatische Wege-Erkennung zum Einsatz. Möglicherweise stellt Lenovo ein Smartphone mit Tango vor, womit sie jedoch nicht die ersten wären, denn auch LG, Qualcomm und Intel haben vergleichbare Produkte angekündigt.

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