Intel packt 1 Petabyte Speicher in eine linealförmige SSD

| Redakteur: Sebastian Gerstl

In diesem neuen, linealförmigen Formfaktor steckt eine 3d-NAND-Flashspeicherfestplatte mit bis zu 1 Petabyte Speicher. Mit den neuartigen Festplatten möchte Intel die Serverkapazitäten in Datencentern enorm ausweiten.
In diesem neuen, linealförmigen Formfaktor steckt eine 3d-NAND-Flashspeicherfestplatte mit bis zu 1 Petabyte Speicher. Mit den neuartigen Festplatten möchte Intel die Serverkapazitäten in Datencentern enorm ausweiten. (Bild: Intel)

Intel verspricht mit einer Bauform für SSD-Festplatten, ein Petabyte Flash-Speicher in einem einzigen 1-HE-Einschub für Server-Racks zu packen. Darüber hinaus plant das Untenehmen FPGA-Beschleuniger für Flash-Arrays.

Auf dem Flash Memory Summit in Santa Clara (8. bis 10. August) hat Intel nun neuartige, extrem dicht gepackte Flash-Storage-Systeme präsentiert, die bis zu 1 Petabyte NAND-Flash oder 3D XPoint in einem einzigen Rack-Einschub mit einer Höheneinheit (1 HE) packen.

Hierfür präsentiert das Unternehmen einen neuen Festplatten-Formfaktor, der auch die Unterbringung des Speichers möglichst vereinfachen soll. Die Bauteile besitzen ein "Ruler"-Format (lineal): sie sind sehr lang, aber schmal. Der Hersteller ugeht dabei die klassischen 2,5- oder 3,5-Zoll-Formafaktoren, in denen Festplatten üblicherweise geliefert werden.

Der Einsatz dieser Lineal-SSDs soll direkt per Plug & Play erfolgen und einen 1U-Server problemlos mit bis zu 1 Petabyte an Speicherplatz ausstatten. Zum Vergleich: Für die gleiche Speicherdichte wären 100 10-Terabyte-Festplatten im herkömmlichen 3,5-Zoll-Format notwendig, die in einem 4U-Server mit einer entsprechenden Zahl an Festplattenslots zum Einsatz kämen.

Die neuartigen SSDs sollen wahlweise mit 3D_Nand-Flashtechnologie oder Intels neuer, hauseigener Optane-Speichertechnologie erhältlich sein.

FPGA-beschleunigtes Flash

Auf dem Flash Memory Summit will Intel in Kooperation mit der Startup-Firma Attala Systems auch Flash-Storage mit FPGA-Beschleunigern vorführen, berichtet Heise.de. Dabei geht es um NVMe RDMA over Converged Ethernet (RoCE).

Auch hier ist noch nicht ganz klar, wo die Vorteile liegen: Software-defined Storage (SdS) verspricht ja unter anderem leistungsfähige und zuverlässige Speichersysteme ohne Spezial-Hardware, also mit Standardbauteilen wie x86-Prozessoren. Damit tritt SdS gegen proprietäre Storage-„Silos" an, die schon seit Jahren FPGAs nutzen, etwa die Fusion-io-Karten oder auch Storage-Adapter in früheren Festplattensystemen.

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