Ein Blick hinter die Kulissen

Zum Technologie-Botschafter gemacht

| Redakteur: David Franz

Entwicklungsingenieur Lorandt Fölkel ist Technologiebotschafter bei Würth Elektronik eiSos und beantwortet Fragen von Kunden und Interessenten. Er ist über soziale Medien und über die Website www.we-online.de/askLorandt erreichbar.
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Entwicklungsingenieur Lorandt Fölkel ist Technologiebotschafter bei Würth Elektronik eiSos und beantwortet Fragen von Kunden und Interessenten. Er ist über soziale Medien und über die Website www.we-online.de/askLorandt erreichbar. (Bild: Würth Elektronik eiSos)

Webauftritte und Social Media sind Aufgaben der Kommunikations- und Marketingabteilungen. Der Alltag von Technikern ist davon unberührt, dachte sich auch Entwicklungsingenieur Lorandt Fölkel bei Würth Elektronik eiSos, bis man ihn zum Technologiebotschafter machte.

Business Development Manager, Field Application Engineer für Osteuropa, Baltikum, Finnland Russland und Türkei, Dozent und begeisterter Produktmanager für den Bereich Energy Harvesting – der 49-jährige Ingenieur Lorandt Fölkel brauchte sicher keine weiteren „Baustellen“. Doch der langjährige Würth Elektronik eiSos Mitarbeiter hatte mit seiner freundlichen, ruhigen Art seit 2005 weltweit über 500 Seminare gehalten. Und damit eigentlich schon lange das, wozu ihn die Marketingabteilung seines Arbeitgebers 2016 machte: Das Gesicht zum kostenlosen Supportprogramm von Würth Elektronik eiSos. Als Vortragsreisender klärt er unermüdlich Entwicklungsingenieure zum Thema des EMV-gerechtes Leiterplattendesign auf, als Technologiebotschafter personifiziert er jetzt die Auskunftsbereitschaft seines Arbeitgebers. Diese kostenlose Hilfe für Kunden und Entwickler bei Fragen zum Thema passiver Bauelemente ist ein Erfolgsrezept der Würth Elektronik eiSos. Das Konzept ist Fölkel so vertraut wie kaum einem weiteren in der Firma – schließlich war er 2005 einer der ersten Anwendungsberater.

Erklärvideos

Eine sympathische Strichzeichnung seines Gesichts wirbt für die Social-Media-Kampagne #askLorandt. Daran hat sich Lorandt Fölkel inzwischen ebenso gewöhnt wie an seine Rolle als „Darsteller“. Tutorial-Videos sind eine der Säulen von #askLorandt. Hinter diesem Kommunikationsangebot steckt ein siebenköpfiges Team, darunter zwei Ingenieurskollegen vom technischen Marketing, die die Themen für die Videos erarbeiten. In der Regel werden für die Produktion eines Tutorials drei Drehtage veranschlagt. Neben seiner Rolle als Erklärer von Sättigungsstrom einer Induktivität und dem Temperatureinfluss darauf, von LC-Eingangsfiltern, ESD und anderen technischen Zusammenhängen, bringt sich Fölkel auch als Soundmischer ein: Als Hobby-DJ macht es ihm Spaß, den Ton der YouTube-Videos aufzubereiten.

Das namensgebende #askLorandt ist das Angebot, beliebige Fragen zu Technikbereichen zu stellen, die Würth Elektronik eiSos mit Produkten abdeckt. Durch die Nutzung von Facebook, Twitter, YouTube und LinkedIn wird gezielt auch der Nachwuchs angesprochen. Schüler, Studenten und sogar Hobbyelektroniker sind hier genauso eingeladen, wie die Entwickler kommerzieller Elektronikprodukte, denen vielleicht ein fachkundiger Hinweis zu einem EMV-Detail teure Fehler erspart. Entwickler ist Entwickler –Würth Elektronik eiSos unterscheidet hier nicht nach der Größe der Firma oder des Projekts. So gibt es bei Würth Elektronik eiSos auch keine Mindestbestellmengen, dafür aber kostenfreie Muster und Design Kits mit kostenloser Wiederbefüllung.

EMV-Seminare

Seine vielfältigen Aufgaben erfüllt Lorandt Fölkel natürlich nicht gleichzeitig, sondern widmet sich ihnen wochen- und monatsweise. So ist er im März, April und Mai oft von Montag bis Freitag unterwegs, um Seminare zu geben. Sein Arbeitgeber hatte 2005 sein Talent zur Wissensvermittlung erkannt und Fölkel löste damals Alexander Gerfer ab, der heute CTO und in der Geschäftsführung von Würth Elektronik eiSos ist. „Das Witzige ist ja, dass wir damals dachten, dass wir diese Seminare zu EMV-gemäßem Design vielleicht noch fünf Jahre anbieten und dass es dann keinen Bedarf mehr dafür geben würde. Aber im Gegenteil: Gerade das Thema EMV ist stark gefragt. Wir bieten die kostenlosen Seminare meist in Zusammenarbeit mit einem EMV-Labor an“, erläutert Fölkel. „Dass wir Termine absagen müssen, kommt eigentlich nie vor – oft müssen wir sogar mehrere Zusatztermine anbieten. In Holland habe ich einmal ein eintägig angesetztes Seminar von Montag bis Freitag ausgedehnt. Wir sprechen dann über Schaltreglereffekte, über die Wirkungsweise von Filtern oder über parasitäre Effekte.“

Apropos Sprache: Lorandt Fölkel ist auch ein Sprachtalent, auch wenn er selbst augenzwinkernd sagt: „Ich spreche sieben Sprachen – aber keine richtig.“ Als Sohn einer Ungarin und eines Deutschen wuchs er im rumänischen Siebenbürgen dreisprachig auf. Hinzu kamen dann Englisch und ein bißchen Russisch, Italienisch und Spanisch.

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