„Wir werden liefern.“

VW peilt Weltmarktführerschaft bei E-Mobilität an

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

VW Jahrespressekonferenz (v.l.n.r.): Hans-Gerd Bode (Konzernkommunikation), Rupert Stadler (Audi), Jochem Heizmann (Geschäftsbereich China), Karlheinz Blessing (Personal & Organisation), Matthias Müller (Vorstandsvorsitzender), Frank Witter (Finanzen & Controlling), Herbert Diess (Markenvorstand), Hiltrud D. Werner (Integrität & Recht), Andreas Renschler (Nutzfahrzeuge).
VW Jahrespressekonferenz (v.l.n.r.): Hans-Gerd Bode (Konzernkommunikation), Rupert Stadler (Audi), Jochem Heizmann (Geschäftsbereich China), Karlheinz Blessing (Personal & Organisation), Matthias Müller (Vorstandsvorsitzender), Frank Witter (Finanzen & Controlling), Herbert Diess (Markenvorstand), Hiltrud D. Werner (Integrität & Recht), Andreas Renschler (Nutzfahrzeuge). (Bild: Volkswagen AG)

VW-Boss Müller hat auf der Jahrespressekonferenz angekündigt, den Konzern „internationaler, unternehmerischer und weiblicher“ in die Zukunft führen zu wollen. Nebenbei gab es einen Seitenhieb auf Betriebsrat Osterloh und eine barsche Antwort beim Thema Software Updates.

Bereits nach wenigen Minuten formulierte VW-Vorstandschef Matthias Müller seinen ersten Kernsatz: „ Wir wollen Mobilität neu definieren.“, gab er auf der Pressekonferenz zu Protokoll. Dieses Statement lies Müller jedoch vorläufig ohne weitere Erläuterungen stehen und zog seine Bilanz zu dem Jahr 2016, das Volkswagen alles abverlangt habe.

Trotz eines sehr herausfordernden Umfelds sei man bemerkenswert erfolgreich gewesen. Der Absatz konnte um 4 Prozent auf 10,3 Millionen Fahrzeuge gesteigert werden, was Müller als einen Vertrauensbeweis der Kunden wertete. Für diesen sei er dankbar.

Seitenhieb gegen den Betriebsrat

Zeitgleich revidierte er in Anbetracht des neuen Absatzrekordes die ehemaligen Ziele seines Vorgängers Martin Winterkorn. Es gehe darum, Volkswagen „immer besser und zukunftsfester“ zu machen. Größe allein wäre es nicht, was Volkswagen antreiben würde und man befände sich auch nicht auf einer Rekordjagd.

Statt Rekorden sei es wichtig „schneller, fokussierter und kundenorientierter“ zu operieren. Müller will nach eigenen Aussagen den Konzern zudem internationaler und weiblicher gestalten, ließ aber offen, in welchem Rahmen dies geschehen soll.

Ganz ohne Reibereien zwischen den VW-Vorständen und dem Betriebsratschef Osterloh ging es auch auf der Jahreskonferenz nicht zu. Mit eindringlicher Miene forderte Müller den Wandel bei Volkswagen ein, da sich auch die gesamte Branche in den nächsten zehn Jahren wandeln würde. Doch dieser Wandel könne nicht per Megafon am Werkstor lautstark eingefordert werden, sondern müsse vorgelebt werden und bezog sich damit indirekt auf den Betriebsrat.

Porsche beflügelt den VW-Konzern

VW-Finanzchef Frank Witter hatte am Dienstagvormittag vermutlich den unspektakulärsten Auftritt: In ruhiger und sachlicher Manier erörterte der 57-Jährige die Kennzahlen für das vorangegangene Geschäftsjahr. Auch Dank der renditestarken VW-Töchter Porsche und Audi, konnte der Gesamtumsatz auf knapp zwei Prozent auf 217 Milliarden Euro gesteigert werden.

Diese Zahlen waren bereits Ende Februar veröffentlicht worden und wurden nun durch die Einzelergebnisse der Marken ergänzt. Die Kernmarke VW musste sowohl beim Umsatz (15,7 Mrd. Euro, -0,6 Prozent)als auch beim Betriebsergebnis (1,9 Mrd. Euro / -11,1 Prozent) einen Rückgang im Vergleich zum Jahr 2015 verbuchen. Wesentlich erfolgreicher war dafür die Konzerntochter Porsche.

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Ich habe die Konferenz heute live verfolgt und bin stutzig geworden, als ich gelesen habe, dass...  lesen
posted am 14.03.2017 um 20:23 von Unregistriert


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