Abbau der Belegschaft um knapp 60 Prozent

Siemens plant personellen Kahlschlag in Tübingen

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Nur wenige Wochen nach den positiven Meldungen auf der Jahreshauptversammlung, kündigt Siemens einen weiteren Stellenabbau an: Mehr als die Hälfte der Stellen am Standort Tübingen werden gestrichen.
Nur wenige Wochen nach den positiven Meldungen auf der Jahreshauptversammlung, kündigt Siemens einen weiteren Stellenabbau an: Mehr als die Hälfte der Stellen am Standort Tübingen werden gestrichen. (Bild: Siemens München Martinstr.jpg / Rufus46, Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

Nur wenige Wochen nach den positiven Meldungen auf der Jahreshauptversammlung, kündigt Siemens einen weiteren Stellenabbau an: Betroffen ist diesmal das Getriebemotorengeschäft am Standort Tübingen. Mehr als die Hälfte der Stellen werden gestrichen.

Siemens reduziert weiter sein Personal. Am Donnerstag wurde den Mitarbeitern des Getriebemotorengeschäfts in Tübingen mitgeteilt, dass bis zum Jahr 2020 330 der insgesamt 580 Mitarbeiter gehen müssen. Siemens will den Abbau mit Hilfe eines Interessensausgleiches und eines Sozialplans erreichen.

Der Getriebemotoren-Sparte wurden die anhaltenden Verluste zum Verhängnis. Wie der Konzern weiter mitteilte, sei aufgrund von Größennachtteilen gegenüber der Konkurrenz ein erheblicher Wettbewerbsnachteil entstanden. Der Bereich muss somit signifikant verkleinert werden, damit eine deutlich verbesserte Wirtschaftlichkeit erzielt werden kann.

Das Getriebemotorengeschäft ist Teil der Digitalen Fabrik. Diese wird bei Siemens grundsätzlich als zukunftsträchtige Sparte angesehen, hat sich bisher aber noch nicht vollständig als rentabel erwiesen. Der nun angekündigte Abbau ist die vorläufig letzte Meldung, die sich in eine ganze Reihe von Einsparungsmaßnahmen eingliedert.

Vor zwei Jahren hatte Siemens-Boss Joe Kaeser den bis dato größten Umbau der Unternehmensgeschichte beschlossen. Über eine Milliarde will Siemens durch die Konzernentschlackung einsparen. In diesem Zuge wurde der Abbau von weltweit 7.800 Stellen angekündigt.

In Deutschland sind alleine 3.300 Stellen betroffen. Ende September 2016 wurde dann der Abbau von 1700 Arbeitsplätzen, hauptsächlich in Bayern, in den Sparten Prozessindustrie und Antriebe offiziell verkündet. Mit dem neuerlichen Kahlschlag, diesmal in Tübingen, wird der Kurs nun fortgesetzt.

Die Einsparungen zeigen bereits Wirkung: So konnte Kaeser auf der Jahreshauptversammlung teils sehr gute Zahlen vorlegen können. Zeitgleich wurde die Messlatte weiter nach oben verschoben. Mit der Vision 2020 solle weiter daran gearbeitet werden, die Innovationskraft und Kundennähe zu steigern.

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Fazit: An alle Faulenzer die Leihkräfte für sich haben mitarbeiten lassen bei SIEMENS Tübingen,...  lesen
posted am 17.02.2017 um 23:09 von Unregistriert


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