Fraunhofer SIT

Neue Projektgruppen kümmern sich um hardwarenahe Sicherheit und Testverfahren für Embedded-Systeme

04.05.2009 | Redakteur: Martina Hafner

Prof. Dr. Claudia Eckert ist Professorin an der TU München und Leiterin des Fraunhofer SIT, wo unter anderem auch neue Testverfahren für eingebettete Systeme entstehen sollen.
Prof. Dr. Claudia Eckert ist Professorin an der TU München und Leiterin des Fraunhofer SIT, wo unter anderem auch neue Testverfahren für eingebettete Systeme entstehen sollen.

Firmen zum Thema

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT hat heute am Business-Campus Garching-Hochbrück zwei neue Projektgruppen vorgestellt, die Konzepte, Verfahren und Lösungen zum Schutz von Soft- und Hardware entwickeln sollen.

Um hard- und software-basierte Systeme zuverlässig und sicher zu machen, entwickeln zu Beginn 16 Mitarbeiter einer neuen Projektgruppe am Münchner Fraunhofer-Institut SIT Konzepte, Verfahren und Lösungen. Im Bereich der hardwarenahen Sicherheit geht es beispielsweise um Verfahren zur Komponentenidentifikation, die Produktpiraterie bei Maschinenbauteilen oder in der Unterhaltungselektronik verhindern sollen. Auch Testverfahren für eingebettete Systeme sollen entstehen.

Die Arbeitsgruppen haben mit Jahresbeginn den Betrieb aufgenommen. Bis zum Jahresende soll sich die Zahl verdoppeln und in den darauffolgenden Jahren auf über 50 Personen anwachsen. „In kurzer Zeit ist es gelungen, hervorragende Forscherrinnen und Forscher für die Mitarbeit zu gewinnen. Erste Projekte, insbesondere mit regionalen Unternehmen, sind bereits angelaufen“, sagt Prof. Claudia Eckert, Leiterin des SIT und Professorin an der TU München.

SIT ist Auftakt für den Aufbau eines Fraunhofer-Institutszentrums in Garching

Die Einrichtung der Projektgruppen ist gleichzeitig der Auftakt für den Aufbau eines Fraunhofer-Institutszentrums in Garching. Dies soll in den kommenden fünf Jahren gebaut werden und auch andere Fraunhofer-Institute und Forschungsgruppen beherbergen. Als wichtig für den Erfolg der Projektgruppen erachtet man insbesondere die Anbindung an die TU München. Die neuen Fraunhofer-Forschungsbereiche sollen eng mit den Fakultäten Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik der TU München zusammenarbeiten. Um dies zu befördern, hat Institutsleiterin Eckert im Januar eine W3-Professur an der Informatik-Fakultät übernommen.

Fördermittel vom Land Bayern

Das Land Bayern unterstützt die Neugründung des SIT in den kommenden fünf Jahren mit etwa 12 Mio Euro. Die Mittel sind Teil der mit insgesamt 150 Millionen dotierten Initiative BayernFIT, mit der die Landesregierung den Ausbau diverser Fraunhofer-Aktivitäten in Bayern unterstützt.

„Die Verlässlichkeit und Manipulationssicherheit von IT-Systemen hat für Wirtschaft, Staat und alle Menschen mittlerweile strategische Bedeutung“, so Ministerialdirektor Dr. Hans Schleicher, Amtschef des bayerischen Wirtschaftsministeriums. „Es ist technologie- wie standortpolitisch sehr bedeutsam, wenn in Garching ein Kompetenzzentrum entsteht, das zu enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bereit ist. Gerade jetzt dürfen Forschung und Entwicklung nicht vernachlässigt werden, damit wir aus der Wirtschaftskrise gestärkt mit neuen Ideen und Produkten hervorgehen. Ich appelliere an die Unternehmen, diesen Kurs der Bayerischen Staatsregierung mitzugehen und trotz Krise weiter in Forschung und Entwicklung zu investieren.“

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 300764 / Software-Implementierung)