Augmented und Virtual Reality

Infrarot-LED hat stets den Anwender im Blick

| Redakteur: Hendrik Härter

Immer die Anwendung im Blick: Die IR-LED Typ SFH 4055 von Osram Opto Semiconductors verfolgen den Blick des Anwenders und sind dank ihrer kleinen Bauform geeignet für AR- und VR-Systeme.
Immer die Anwendung im Blick: Die IR-LED Typ SFH 4055 von Osram Opto Semiconductors verfolgen den Blick des Anwenders und sind dank ihrer kleinen Bauform geeignet für AR- und VR-Systeme. (Bild: Gruizza)

Dank einer Infrarot-LED sind Augmented- und Virtual-Reality-Systeme in der Lage, den Blick des Nutzers zu verfolgen. Möglich wird das vor allem durch kleine Bauteilgrößen.

Systeme für Eye-Tracking leuchten mit mehreren infraroten LED die Augenpartie der Nutzer aus und nehmen das reflektierte Licht mit Kamerasensoren auf. Sie berechnen die Position der Pupillen und ermitteln so die Blickrichtung des Nutzers.

Um die Technik in Headsets für Virtual (VR) oder Augmented Reality (AR) zu integrieren, benötigt man sehr kompakte Infrarot-LEDs, die rund um die Brille oder um die Okulare montiert werden können. Mit einer Bauteilgröße von 1,0 mm x 0,325 mm x 0,55 mm bedient die Firefly die notwendigen Anforderung.

Die LED strahlt zur Seite ab und punktet besonders mit ihrer geringen Höhe von 0,325 mm. Osram Opto Semiconductors hat mit der LED Typ SFH 4055 die nach eigenen Angaben kleinste seitenabstrahlende Infrarot-LED entwickelt.

Anwendungen über die Blickrichtung steuern

Eye-Tracking ermöglicht unterschiedliche Formen der Interaktion für VR und AR Systeme. Nutzer können damit das jeweilige Programm direkt über ihre Blickrichtung steuern. So können beispielsweise bei AR-Brillen genau die Information anzeigen, die zu dem vom Nutzer anvisierten Objekt passt.

Außerdem lassen sich mit VR-Systemen zusammen mit Hilfe von Eye-Tracking die benötigte Rechenleistung reduzieren. Das ist ein wichtiger Punkt, denn für ein realitätsgetreues Nutzererlebnis müssen VR-Bilder extrem schnell aufgebaut werden.

Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Prozessoren und Grafikkarten der eingesetzten Computer. Dank Eye-Tracking ist es möglich, die Bilder nur in der eigentlichen Blickrichtung hochaufgelöst zu berechnen und die weitere Umgebung gröber anzuzeigen.

Auch für optische Touchdisplays

Osram ist bereits mit infraroten Sendern, Lasern und Photodetektoren in unterschiedlichen VR- und AR-Lösungen vertreten. Die infrarote LED des Typs SFH 4055 eignet sich für Anwendungen mit kompakten infraroten Sender. Dazu gehören auch optische Touchscreens. Sie benötigen möglichst flache, zur Seite abstrahlende Infrarot-LED, um ein Lichtgitter zur Erfassung der Fingerposition aufzuspannen.

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