Linux als ein Multitasking-Betriebssystem verwaltet für jeden Prozess einen virtuellen Adressraum sowie den Zugriffsschutz der Speicherbereiche. Diese Verwaltung macht das Debugging von Kernel und Applikationen kompliziert und unkomfortabel. Mit dem neuen Execution Mode- bzw. Freeze Mode Debugging in der Universal Debug Engine (UDE) ist das Applikations- und Kerneldebugging einzeln und synchronisiert möglich.
Beim Freeze Mode Debugging (Kerneldebugging) wird der Fokus auf das Debugging eines angehaltenen Systems gelegt und Informationen mittels des JTAG Ports ausgetauscht. Diese Debug-Art ist besonders wichtig, wenn der Linux Kernel in seiner Funktion untersucht werden muss. Das schließt zum Beispiel das Debuggen des gesamten Bootvorganges mit ein, oder die Fehlersuche bei den gefürchteten Kernel Oops Meldungen. Parallel zum Freeze Mode Debugging ist auch das Anzeigen von Prozessinformationen möglich. Über ein integriertes Terminal-Window steht während der Debug-Session eine minimale Shell (ash) zu Verfügung.
Das Execution Mode Debugging konzentriert sich auf die Entwicklung von Applikationen. Der Entwickler kann seine Applikation bequem über eine grafische Oberfläche debuggen und ist immer auf einen Blick über den Zustand des aktuell geladenen Prozesses informiert. Selbstverständlich stehen ihm für den Debugvorgang alle üblichen Mittel zu Verfügung. Ein Anhalten des gesamten Systems ist bei dieser Debug-Methode nicht notwendig und auch nicht erwünscht.
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