Bildverarbeitung

Semi-Dichte-Ansatz für eine monokulare Kamera

21.05.14 | Redakteur: Kristin Rinortner

EMVA-Award: Jakob Engel (li.) nimmt den Preis aus den Händen von EMVA-Präsident Toni Ventura entgegen.
EMVA-Award: Jakob Engel (li.) nimmt den Preis aus den Händen von EMVA-Präsident Toni Ventura entgegen. (Bild: VBM-Archiv)

Jakob Engel hat den EMVA Young Professional Award 2014 für seine Arbeiten zur Bildverarbeitung erhalten. Mit dem neuartigen Semi-Dichte Ansatz lassen sich aus einem einfachen Video 3-D-Geometrien abschätzen. Das dürfte für die autonome Navigation von Robotern interessant werden.

Jakob Engel, Doktorand in der Computer Vision Group an der Technischen Universität München erhält den EMVA Young Professional Award 2014. Sein neuartiger Semi-Dichte-Ansatz für eine monokulare Kamera wurde von der EMVA Jury zur besten Nachwuchsarbeit gewählt. Der 27jährige Engel hat 2009 seinen Bachelor in Informatik und im Jahr 2011 seinen Master an der Technischen Universität München abgeschlossen.

Neuartiger Semi-Dichte Ansatz

In seiner preisgekrönten Arbeit entwickelte Jakob Engel einen neuartigen Semi-Dichte Ansatz, der es erlaubt, aus dem Video einer sich bewegenden, monokularen Kamera deren Bewegung sowie die 3-D-Geometrie der Umgebung zu schätzen. Derartige Methoden stellen einen wichtigen Bestandteil von Virtual- und Augmented Reality Anwendungen dar und werden zunehmend in der Robotik zur autonomen Navigation von Robotern eingesetzt. Im Gegensatz zum klassischen Keypoint-basierten Ansatz erlaubt es die neuartige semi-dichte, direkte Formulierung alle im Bild enthaltenen Informationen zu nutzen. Der Algorithmus läuft in Echtzeit auf einem modernen Smartphone und bietet neben einer gesteigerten Genauigkeit auch deutlich detailreichere 3-D-Rekonstruktionen.

EMVA Young Professional Award Teil der EMVA Business Conference

Der EMVA Young Professional Award ist ein jährlich ausgelobter Preis, der die außergewöhnliche und innovative Arbeit Studierender oder Berufseinsteiger in der Bildverarbeitung honoriert. Ziel der European Machine Vision Association (EMVA) ist es, Innovation in der Bildverarbeitung weiter zu fördern, einen Beitrag zum wichtigen Aspekt der Ausbildung in der Bildverarbeitungsdisziplin zu leisten, sowie eine Brücke zwischen Forschung und Industrie zu bilden. Mit dem Preis möchte die EMVA speziell Studenten/Studentinnen dazu ermuntern, sich auf die technischen Herausforderungen der industriellen Bildverarbeitung zu fokussieren und die neuesten Forschungsergebnisse der Bildverarbeitung auf die praktischen Erfordernisse in der Industrie anzuwenden.

Der Preisträger wurde am 17. Mai im Rahmen der 12. EMVA Business Conference in Wien/Österreich bekanntgegeben und bekam dort die Gelegenheit, den Konferenzteilnehmern seine Arbeit vorzustellen. Die 13. EMVA Business Conference wird im Frühjahr 2015 in Athen/Griechenland stattfinden.

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