Intelligente Bekleidung

7 Smart Cloth der besonderen Art

11.10.12 | Redakteur: Peter Koller

Textilien und Elektronik gehen immer öfter eine intelligente Verbindung ein: Das Bild zeigt ein vom Fraunhofer Institut IZM entwickeltes Gewebe, das Alarm schlägt, wenn es zerschnitten wird - etwa als LKW-Plane
Textilien und Elektronik gehen immer öfter eine intelligente Verbindung ein: Das Bild zeigt ein vom Fraunhofer Institut IZM entwickeltes Gewebe, das Alarm schlägt, wenn es zerschnitten wird - etwa als LKW-Plane (Fraunhofer IZM)

Wenn es um Smart Cloth geht, werden als Beispiele gern die Jacke mit integriertem MP3-Player oder das Jogging-Shirt, das den Herzschlag misst, genannt. Dabei gibt es viel spannendere Anwendungen für intelligente Kleidungsstücke und Accessoires.

Intelligenten Kleidungsstücken wird eine große Zukunft prophezeit. Vor allem im Gesundheitssektor haben Smart Cloth wie etwa T-Shirts zur Vitaldatenüberwachung ein enormes Potenzial. Aber die Entwicklung steht noch vergleichsweise am Anfang und es gibt eine Menge interessanter bis skurriler Ideen, wie sich Kleidungsstücke und Accessoires durch Elektronik mit einer gewissen Intelligenz versehen lassen. Im folgenden sieben Beispiele für Smart Cloth der etwas anderen Art.

Beispiel 1: Der Airbag-Kragen

Einigermaßen aktuelle Autos sind ja vollgestopft mit Airbags: Fahrer-Airbag, Beifahrer-Airbag, Seiten-Airbag, Kopf-Airbag, Knie-Airbag und Gurt-Airbag...die Aufzählung ist ohne Anspruch auf Vollzähligkeit. Autoinsassen sind also immer besser geschützt. Aber was ist mit Radfahrern und Fußgängern? Das ließ Anna Haupt und Terese Alstin, zwei schwedischen Studentinnen keine Ruhe. Bereits 2005 entwickelten sie das Konzept zu Hövding, einem tragbaren Airbag, für ihre Abschlussarbeit. Hövding kann wie eine Art Schal um den Hals getragen werden und soll bei einem Zusammenstoß den Kopf und die Halswirbelsäule schützen. Zusammen mit dem Medizinprofessor Ulf Björnstig wurde eine Vielzahl von Fahrradunfällen ausgewertet, um die integrierte Sensorik richtig programmieren zu können. Seit kurzem ist Hövding, das von einem schwedischen Airbag-Hersteller produziert wird, nun tatsächlich käuflich zu erwerben. Der Preis beträgt zwar stolze 600 US-$ – aber dafür gibt es den Airbag für den Hals auch in verschiedenen Designs, passend zum Outfit.

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