Angemerkt

Virtuelle Welten taugen zu mehr als nur zum Spielen!

02.03.16 | Autor: Hendrik Härter

Hendrik Härter ist Redakteur bei der ELEKTRONIKPRAXIS
Hendrik Härter ist Redakteur bei der ELEKTRONIKPRAXIS (Bild: VBM-Archiv)

VR-Datenbrillen sollen unseren Alltag verändern: Ob privat beim Computerspielen oder in der Industrie. Denn in der vernetzten Industrie 4.0 ist die virtuelle Realität ein logischer Schritt.

Es gibt den Trend, dass Mann und Frau eine Nerdbrille tragen, um sich von ihrem Umfeld abzugrenzen. In diesem Jahr begegnet uns ein Trend, der auch etwas mit Brillen zu tun hat. Allerdings nicht so sehr, um damit besser zu sehen. Eher im Gegenteil – mit diesen Brillen können wir in virtuelle Welten abtauchen. Und verschiedene Hersteller stehen für den Spielspaß bereits in den Startlöchern.

Zu Recht: Denn es herrscht gerade in der Spieleindustrie eine regelrechte Goldgräberstimmung! Und die GfK befeuert diesen Trend. Demnach wollen wohl 35 Prozent der Internetnutzer in Deutschland künftig Brillen für die virtuelle Realität nutzen. Doch VR-Datenbrillen im konservativen Industrieumfeld? Eine berechtigte Frage. Aber bedenkt man die vielen Möglichkeiten, dann erübrigt sich die Frage.

Was die virtuelle Realität der Industrie bietet

Einen Einstieg in die Welt der simulierten Wirklichkeit zeigt der Elektronikhändler Saturn: In ausgewählten Märkten kann der Kunde mit der HTC Vive und einer speziellen Software seine künftige Küche planen. Und das ist nur eine von vielen möglichen Entwicklungen, die mit der virtuellen Realität machbar sind. In der vernetzten Industrie 4.0 ist die virtuelle Realität ein logischer Schritt, einen umfassenden Überblick über die Produktion und Warenströme zu bekommen und auch gleich in die Abläufe interaktiv einzugreifen.

Clever eingesetzt, lassen sich VR-Brillen in Fertigung, Installation oder Service integrieren. So lässt sich beispielsweise eine Fertigungslinie schon vor dem Bau in vielen Details simulieren oder der Arzt bereitet eine komplizierte Operation vor. Doch mögliche Gefahren sollten nicht ausgeblendet werden. Nimmt uns die virtuelle Wirklichkeit auf der einen Seite Arbeitsschritte ab, so dürfen Datensicherheit und Motion Sickness nicht aus den Augen verloren werden. Doch das ist alles kontrollierbar. Deshalb ist sicher, dass viele Entwickler und Ingenieure künftig eine VR-Brille tragen werden. Und das nicht, weil sie ein Hipster sein wollen.

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